Samstag, 3. November 2018

[Samstagstee] mit Netzfunden

Samstagmorgen. Der richtige Zeitpunkt für Tee und Netzfunde.
Jeden Samstag sammelt Andrea von Karminrot beim Samstagsplausch persönliche Wochenrückblicke. Meiner ist meist ergänzt durch Artikel oder Podcastepisoden, die mir in den letzten Tagen im Netz besonders aufgefallen sind.

Zwei Wochen dauert mein neues Studium jetzt schon - und nach wie vor schwirrt mir der Kopf vor lauter guten, neuen Gedanken. Ich bin immer noch hin und weg davon, wie gut es mir tut, mich wieder in wissenschaftlichen Texten zu vergraben. Nicht zuletzt, weil die Texte, die ich aktuell lese voller feministischer Bezüge sind. Verschiedene Formen politischer Diskurse? Werden anhand der Abtreibungsdebatte erklärt. Die Unterschiede verschiedener Demokratiemodelle? Teilweise beeinflusst durch feministische Theorie. Der aktuelle weltweite Rechtsruck? Antrieb vieler Studien und Theorietexte.

Genau hier möchte ich gerade sein. Der Weg hierher war nicht gerade und ja, auf ein paar Schlenker hätte ich gerne verzichtet. Aber sie haben mich genau an diesen Punkt geführt, meinen Kopf mit genau diesen Gedanken und Fragen gefüllt - und dafür gesorgt, dass ich das jetzt so sehr wertschätzen kann.

Während ihr das lest, stecke ich vermutlich wieder in der Einführung zu "Gender Media Studies". Oder einer Studie zu politischer Kommunikation. (Alternativ schreibe ich an einer Rezension, denn hier liegt einiges, was ich euch zeigen möchte...)

Netzfunde der Woche

Ehrlich gesagt: Ich lese tatsächlich hauptsächlich Unitexte und Bücher, die ich für den Blog rezensieren möchte. Viel Zeit für das Internet bleibt gerade einfach nicht. Trotzdem möchte ich euch wenigstens auf ein paar Dinge hinweisen, die mir online begegnet sind:

Die selbsterklärte Alternativ-Partei hat seit einiger Zeit Lehrerpranger in verschiedenen Städten errichtet, wo Schüler*innen Lehrende anschwärzen sollen, die angeblich nicht "politisch neutral" seien (im Sinne der Partei, versteht sich). Seitdem werden in meiner Bubble Screenshots geteilt, die Spam-Nachrichten zeigen, mit denen das Prangertool verstopft werden soll. Geschichte der Gegenwart hat sich ganz besonderer Nachrichten angenommen: Jenen von Lehrer*innen, die sich selbst denunziert haben. Daneben wird auch die Geschichte der Selbstdenunziation in der Sowjetunion und der Ursprung der Lehrerpranger erläutert. (Vielleicht beruhigend: In der Schweiz gelten diese Pranger mittlerweile "nur noch als Lachnummer". Hoffen wir, dass es bei uns auch schnell soweit ist.)

Noch nicht gehört habe ich folgenden Podcast des National Public Radio: "'Man Up': How A Fear Of Appearing Feminine Restricts Men, And Affects Us All" Darin geht es darum, welche Verhaltensweisen bei Männern als "zu feminin" gelten, um sie selbst zu zeigen - und darum, wie man Männer dazu bekommen kann, diese Grenzen zu hinterfragen.

Den Podcast nehme ich nachher eventuell mit auf einen Spaziergang, falls das Wetter sich kooperativ zeigt. Nochmal Sonnenstrahlen tanken, bevor der Herbst endgültig übernimmt.

Habt ein schönes Wochenende!

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