Mittwoch, 4. Juli 2018

[Rezension] Die Frauen der Nazis

Buchcover
"Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund: Zum richtigen Zeitpunkt gefunden.
Vor einiger Zeit las ich in einer feministischen Facebook-Gruppe folgende Sätze: "Ich fühle mich als Frau irgendwie fälschlich beschuldigt, wenn die Verfolgung und Ermordung Homosexueller durch “die Deutschen” oder “Deutschland” beklagt wird. So furchtbar das Geschehen war, für mich waren es deutsche Männer, die diese Vernichtungstaten initiierten. [..] Sollen wir die Schuld also brav mittragen oder Täterschaft präziser benennen?"

Der Gegenwind kam (glücklicherweise) schnell und heftig. Die NSDAP sei schließlich nicht nur von Männern gewählt, die KZs nicht ausschließlich von Männern bewacht worden, etc. Es gehe in der Diskussion um das Dritte Reich doch auch längst nicht mehr um eine kollektive Schuld, sondern um eine Verantwortung für die Zukunft - und die sei nun wirklich unabhängig vom Geschlecht.

Im Nachhall dieser hitzigen Diskussion bin ich in der Spandauer Stadtbücherei auf "Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund gestoßen. In diesem Band zeigt die Autorin anhand von acht Porträts, welchen Rolle einzelne Frauen tatsächlich im Nazi-Regime spielten.

Achtung: Die folgende Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe von 2000. 2013 ist eine vollständig überarbeitete Neuauflage erschienen. Welche Anpassungen dabei vorgenommen wurden und welche Kritikpunkte für die neue Ausgabe vielleicht gar nicht mehr zutreffen, kann ich nicht sagen.

Inhalt


Passend zur oben zitierten Diskussion erläutert Anna Maria Sigmund gleich im ersten Kapitel, in welcher Weise die Nationalsozialisten und besonders auch Adolf Hitler als Person von Frauen profitiert haben: Sie knüpften Kontakte, überließen ihm Häuser, schenkten ihm Autos - über wohlhabende Frauen bekam die NSDAP in den zwanziger Jahren Zugang zu einer neuen, reicheren Mitgliederschaft. Dass Hitler Frauen aus der Politik raushalten wollte, hat ihn nicht davon abgehalten, ihr Kapital zu nutzen.

Erst nach dieser allgemeinen Einführung zum Thema wendet sich Anna Maria Sigmund den Biographien einzelner prominenter Frauen zu. Acht sind in ihrem Buch versammelt: Carin und Emmy Göring (die beiden Gattinnen von Hermann Göring), Magda Goebbels (Ehefrau des Propaganda-Ministers Josef Goebbels), Leni Riefenstahl (Regisseurin und Verantwortliche hinter dem Olympia-Film), Getrud Scholz-Klink (die NS-Reichsfrauenführerin), Geli Raubal (Adolf Hitlers Nichte), Eva Braun (heimliche Geliebte und kurzzeitige Ehefrau Adolf Hitlers) und Henriette von Schirach (Tochter von Hitlers Leibfotograf und Ehefrau des Gauleiters in Wien).

Innerhalb dieser Biografien kommt erneut zum Ausdruck, wie groß die Diskrepanz zwischen dem Frauenbild der Nazis und dem tatsächlichen Engagement der Frauen war. So lässt sich beispielsweise die NS-Reichsfrauenführerin Getrud Scholtz-Klink von ihrem Mann scheiden, weil dieser findet, sie fahre auf zu viele Kongresse - wo sie dann darüber spricht, dass sich Frauen gefälligst ins Private zurückzuziehen hätten und sich dem Manne unterzuordnen hätten. Die ganze Absurdität des NS-Frauenbildes tritt mit dem Fortgang des Krieges zutage, als Scholtz-Klink eine argumentative Kehrtwende vollzieht: Jetzt schickt sie Frauen nicht mehr heim an den Herd, sondern in die Fabriken.

Auch die anderen Frauen entsprechen nicht unbedingt dem faschistischen Ideal: Sie kümmern sich nicht um die verordnete Biederkeit und treten stets geschminkt und gut gekleidet an die Öffentlichkeit, allen voran Emmy Göring. Die ehemalige Schauspielerin genießt den Protz und Prunk, den ihr Mann so gerne um sich hat.

Leni Riefenstahl wiederum ist als Regisseurin international bekannt. Mit ihren Spezialeffekten revoluzioniert sie den Dokumentarfilm; ihr Film über den NSDAP-Parteitag gilt als "bester Propagandafilm aller Zeiten". Von einem Leben im Privaten, mit großer Kinderschar, ist die ehrgeizige und hart arbeitende Filmemacherin weit entfernt.

Magda Goebbels wieder ist zwar innerhalb von 19 Jahren mindestens zehnmal schwanger und bringt sieben Kinder zur Welt. Aber gleichzeitig sind ihre politischen Einstellungen durchaus wechselnd. So gilt ihre erste große Liebe Chaim Arlosoroff als einer der Gründerväter Israels - und Magda begeistert sich durchaus für seine Ideen. Dass sie parallel eine Beziehung mit Joseph Goebbels beginnt, mag da erstaunen. An seiner Seite zeigt sie eine derart tiefe nationalsozialistische Überzeugung, dass sie ihren Joseph sogar übertrumpft haben soll.

Derartige Brüche und Unstimmigkeiten finden sich in nahezu allen acht Biografien. Diese sind in chronologischer Reihenfolge nach dem Geburtsjahr der Frauen angeordnet, was gleichzeitig eine zeitlich geordnete Darstellung der Ereignisse rund um die NSDAP ermöglicht. Das Leben der Frauen wird jeweils von ihrer Kindheit bis zum Tod (beziehungsweise im Falle von Riefenstahl und Scholtz-Klink bis zum Erscheinen des Buches 1998) nachgezeichnet.

Natürlich kann ein derart dünnes Buch mit gerade einmal acht Porträts nicht alle relevanten Frauen porträtieren oder gar ein umfassendes Bild bieten. Daher handelt es sich bei "Die Frauen der Nazis" um den ersten Band einer dreiteiligen Reihe ist. Im zweiten Band werden Gerda Bormann, Karole Rascher, Lina Heydrich, Unity Mitford, Hanna Reitsch sowie Winifred Wagner vorgestellt; im dritten Band finden sich Maria Reiter, Ilse Hess, Annelies von Ribbentrop, Thea von Harbou, Zarah Leander und Eleonore Baur.
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"Die Frauen der Nazis" - der besitzanzeigende Genitiv nervt mich. Und einiges andere auch.

Schreibstil


Während ich den Inhalt mit großem Interesse und Neugier aufgesogen habe und die geballte Informationsdichte auf 318 Seiten sehr schätzte, habe ich auf sprachlicher Ebene einige Kritikpunkte.

Irritiert haben mich einige Stellen im Vorwort und im ersten Kapitel - dort wird von "weiblichen Mitspielern" und "weiblichen Mäzenen" gesprochen. Warum nicht von Mitspielerinnen und Mäzeninnen? Dass der feminine Plural Anna Maria Sigmund durchaus vertraut ist, zeigen die "Künstlerinnen", "Politikerinnen" und "Lebensgefährtinnen", die auf derselben Seite genannt werden. Während ich das schulterzuckend hinnehmen kann, haben mich andere Aspekte weitaus stärker verärgert.

Die porträtierten Frauen als "die Frauen der Nazis" zu bezeichnen, wird ihnen meiner Meinung nach nicht (in allen Fällen) gerecht. Sicher, einige der Porträtierten waren mit Nazigrößen verwandt oder verheiratet. Eva Braun und Emmy Göring werden als bis zur Ignoranz naive, unpolitische Frauen gezeigt. Auch Magda Goebbels war unzweifelhaft Frau eines Nazis - aber wie oben bereits erwähnt, war sie ebenso ehrgeizig wie Leni Riefenstahl, die aus eigenem Antrieb hart an ihren berühmten Filmen gearbeitet hat. Getrud Scholz-Klink opferte ihrem politischen Engagement gar ihre Ehe und war eigenständige Akteurin des Nazi-Regimes.

Durch den besitzanzeigenden Genitiv werden die acht Frauen erneut in die zweite Reihe gestellt - nicht mehr nur durch die Nazi-Ideologie, welche Frauen bei Heim und Kindern sehen wollte, sondern auch von der Autorin - und das, nachdem diese auf über 300 Seiten zeigt, wie engagiert viele der Frauen eigene Ziele verfolgt haben.

Geärgert habe ich mich darüber, dass Sigmund Geli Raubal mehrfach als "Mädchen" bezeichnet, auch als sie bereits volljährig war. Natürlich war die Nichte Adolf Hitlers noch sehr jung, sie starb mit gerade mal 23 Jahren. Dennoch ist man mit 23 kein Mädchen mehr, sondern eine erwachsene Person. Als "Mädchen" bezeichnet verharrt Geli in kindlicher Position, deren Selbstmord eher wie eine pubertäre Laune wirkt.

Das gleiche Muster zeigt sich auch bei Eva Braun. Diese unternimmt, verzweifelt über Adolf Hiltlers Distanz zwei Suizidversuche. Beim zweiten ist sie wie Geli 23 Jahre alt und auch hier verwendet Anna Maria Sigmund die Bezeichnung "Mädchen", flankiert von der Anmerkung, Eva Brauns Briefe seien "[o]hne Interpunktion, ungelenk im Ausdruck und mit der Diktion eines Teenagers" geschrieben. Aber auch Menschen, deren schriftliches Ausdrucksvermögen zu wünschen übrig lässt und deren Handlungen hilflos und unreif wirken mögen, sind mit 23 Jahren erwachsen - und sollten meiner Ansicht nach auch so beschrieben werden.

Meinem Empfinden nach kommt in dieser Verkindlichung eine gewisse Verachtung zum Ausdruck. Und auch sonst finde ich in einigen Porträts eine gewisse Abneigung. Besonders deutlich meine ich diese im Porträt Magda Goebbels' zu erkennen.

Magda Goebbels' Liebesleben war, wie bereits angedeutet, durchaus bewegt. Die zeitgleichen Beziehungen mit einem Gründervater Israels und Hitlers Propagandaminister war nicht die einzige Überschneidung, stattdessen seien diese laut Anna Maria Sigmund "ein roter Faden". Entsprechend erwähnt die Autorin sie nicht einfach nur an der jeweiligen Stelle innerhalb der zeitlichen Abfolge, sondern widmet den amourösen Verwicklungen einen eigenen Absatz, der mit dem Satz endet: "Eine Zeit lang hat es auch Hanke-Goebbels-Hitler gegeben!" (Karl Hanke war unter anderem Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.) Die geballte Aufzählung dieser parallelen Beziehungen erwecken in mir einen Eindruck moralischer Entrüstung, insbesondere durch das Ausrufezeichen am Ende. Ich bekomme hier den Eindruck, dass Magda Goebbels' Affären viel stärkere Beachtung finden, als die der Männer um sie herum: Auf Goebbels' und Hitlers (außereheliche) Liebschaften wird verstreut und meinem Empfinden nach weniger skandalisierend hingewiesen. Ich argwöhne leichtes Slut-Shaming.

In einer weiteren Szene wird angedeutet, dass in der Ehe von Madga und Joseph Goebbels Gewalt eine Rolle gespielt haben mag: Magda hält ihren Mann fest, als er beinahe stürzt. Daraufhin "packte er sie, zwang sie nieder und zwischte mit einem Wahnsinnslachen: 'Das hätte dir ja gepasst, als meine Retterin dazustehen.'" Eine Einordnung dieser Szene erfolgt nicht, stattdessen geht es im nächsten Satz weiter mit dem "recht feudal[en]" Lebensstil der Familie. Auch im weiteren Verlauf der Biografie wird zwar über außereheliche Aktivitäten Josephs und emotionale Schieflagen berichtet. Doch Gewalt findet einfach keine Erwähnung mehr.

Nun muss ich gestehen, dass ich Magda Goebbels von allen acht Frauen wahrscheinlich am unangenehmsten, ja verstörendsten finde. Wenn es Anna Maria Sigmund ähnlich gegangen sein mag, könnte ich das durchaus verstehen. Trotzdem: Slut-Shaming ist scheiße. Häusliche Gewalt ist fürchterlich. Das gilt immer und für jede Person.

Warum mich das so sehr stört, dass ich darüber mehrere Absätze schreibe? Es liegt nicht daran, dass ich mir einen milderen Blick auf diese Frauen wünsche. Sie können (und müssen!) für so viele Dinge kritisiert werden. Die einen für ihre betonte Naivität, ihr ignorantes Nutznießerinnentum. Die anderen für ihre faschistischen, menschenverachtenden Überzeugungen. Aber dieser Kritik typisch frauenfeindliche Mechanismen zur Seite zu stellen, widerspricht so ziemlich allem, woran ich glaube - und verwässert in meinen Augen auch die Kritik. Das Problem an Eva Braun und Magda Goebbels ist doch nicht, dass sie sich schriftlich nicht ausdrucken konnten/ unreife Entscheidungen trafen/ mit mehren Männern gleichzeitig liiert waren, sondern ihre Verwobenheit mit dem NS-Regime.

Übrigens: Die Abneigung gegenüber den porträtierten Frauen findet sich nicht durchgängig. So zeigt sich Anna Maria Sigmund durchaus anerkennend gegenüber Leni Riefenstahls Verdienste als Regisseurin. Dass Geli Raubals Tod von Hitler in hohem Maße instrumentalisiert hat und dass er dennoch gleichzeitig nie für ein ordentliches Begräbnis gesorgt hat, scheint sie empörend zu finden. So ganz einheitlich ist ihre Haltung den Frauen gegenüber also nicht.

Neben sprachlichen Aspekten fand ich auch problematisch, dass die Frauen zu großen Teilen aus der Perspektive Joseph Goebbels' charakterisiert werden: Immer wieder wird sein Tagebuch zitiert. Daneben wird zwar auch immer wieder Bezug genommen auf Briefe oder Veröffentlichungen der Frauen selbst, auf Protokolle ihrer Verhandlungen, oder Aussagen anderer Zeitgenoss*innen. Doch Joseph Goebbels' Einschätzungen finden Eingang in jedes einzelne Porträt und prägen das Buch dadurch in besonderem Maße. Natürlich sind Goebbels' Tagebücher sicher eine gute Quelle, da er nah an Hitler dran war und dadurch mittelbar auch sagen kann, wie die Damen auf den "Führer" wirkten. Trotzdem finde ich es problematisch. Zum Einen Goebbels' Blick nicht gerade objektiv, weswegen ich mir manchmal gewünscht hätte, dass seine Aussagen nicht allein stehen. Zum anderen hat sein abgehackter Tagebuchstil auch keinen sprachlichen Reiz - besonders, wenn absatzweise daraus zitiert wird. Auch der Erkenntnisgewinn ist für mich persönlich gering, wenn wiederholt Satzfetzen gemeinsamer Mahlzeiten zitiert werden. Geradezu skurril wird es, wenn auch seine Anmerkungen zum Wetter mitzitiert werden. Ich sehe nicht, inwieweit das Wetter an irgendeinem Tag X mir die porträtierte Frau näher bringen soll. An solchen Stellen hätte ich mir Kürzungen gewünscht. So habe ich teilweise den Eindruck, dass einfach jede Textstelle zitiert wurde, in der Goebbels irgendwelche Anmerkungen zur betreffenden Frau gemacht hat.

Trotz dieser Kritikpunkte handelt es sich bei "Die Frauen der Nazis" um einen angenehm und flüssig zu lesenden Band. Da die einzelnen Portäts mit meist um die vierzig Seiten recht kurz sind, schafft man sie in einem Schwung. Der überwiegende Teil der Quellen - abgesehen von einigen Zitatwüsten aus Goebbels' Tagebüchern - ist so eingearbeitet, dass sie den Lesefluss nicht hemmen. Gleichzeitig vermitteln sie einen lebendigen, authentisch wirkenden Eindruck der porträtierten Frauen. Überhaupt zeigen die vielen Quellennachweise, die knapp 30 winzig bedruckte Seiten füllen, den Aufwand der Recherche. Dass es sich um Endnoten handelt, die auch noch kapitelweise gewordnet sind, schmälert allerdings meine Begeisterung dafür ein wenig - ich hasse es, wie schon öfter erwähnt, zu blättern und dann doch erst bei der falschen 1 zu landen.

Buchcover
"Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund: trotz Kritikpunkten unbedingt lesenswert.

Fazit


Ich halte "Die Frauen der Nazis" von Anna Maria Sigmund unbedingt für lesenswert. Insbesondere, um zu zeigen, dass Frauen definitiv einen Anteil am Nazi-Regime hatten und nicht wegen ihres bloßen Geschlechts die personifizierte Unschuld waren. Im Gegenteil - dass die Nazis ohne Frauen nicht weit gekommen wären, wird sehr deutlich. Im Zuge dessen zeigt das Buch auch wiederholt auf, wie absurd das Frauenbild der Nationalsozialisten war und wie wenig selbst die Frauen im engeren Kreis den Vorgaben entsprachen. Aufgrund der eingangs zitierten Facebook-Diskussion halte ich es für sehr wichtig, diesen Bruch zwischen Nazi-Rhetorik und tatsächlicher Frauen zu zeigen.

Gleichzeitig erlaubt der Blick auf die (Ehe-)Frauen, Sekretärinnen und Verwandten auch einen privateren Blick auf die zugehörigen Männer bietet. Dadurch werden Hitler, Göring, Goebbels und Konsorten mit Facetten gezeigt, die sonst eher kurz kommen, zugunsten politischer Aspekte. Um zu verstehen, wie die Nazi-Elite war, finde ich das durchaus bedeutsam.

Aus diesen Gründen würde ich gerne auch den einen oder anderen Blick in die beiden weiteren Bände werfen. Tatsächlich interessiert mich auch die Neuauflage dieses Bandes. Denn auch wenn ich Anna Maria Sigmund nicht gerade eine Medaille für feministischen Stil verleihen möchte, hat mir die Lektüre viel neues Wissen vermittelt. Und eventuell haben sich innerhalb der 15 Jahre, die zwischen meiner und der neuesten Ausgabe liegen, ja sogar einige meiner Kritikpunkte erledigt.

Die harten Fakten


Verlag: Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co, KG
Autorin: Anna Maria Sigmund
Erscheinungsjahr: 2000
Sprache: Deutsch
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
ISBN: 3-453-17262-0
Preis: 9,99 EUR (Preis der aktuellsten Ausgabe bei Amazon)

Kommentare:

  1. Oh nein, das ist auch so eine Legendenbildung, ich weiß nicht, wer die angestoßen hat... Auch die Frauen in meiner Familie und meiner Schwiegerfamilie waren begeistert und haben die Politik mitgetragen ( auch wenn sie den Stil, die Sprache, das Pöbelhafte ablehnten und der Meinung waren, das könne man dann abgewöhnen, wenn sie erst einmal an der Macht sind...). So viel dazu!
    Mich treibt das Aktuelle viel mehr um. Ich will da auch noch zum Samstagskaffee einen Post verfassen, das Interview mit Wolfgang Tillmanns hat mich dazu gebracht, schau mal hier:
    https://www.zeit.de/kultur/2018-06/wolfgang-tillmans-europa-kommunikation-verteidigung-europawahl
    Ich habe auch schon meinen Senf zu Seehofa für den Sonntagspost verfasst, aber da braucht es mehr.
    Ganz liebe Grüße! Schön, dass du noch da bist!
    Astrid

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    1. Ich weiß auch nicht, woher das kommt. Mit der Logik kann man dann ja gleich weitermachen und sagen, es hätten auch nicht alle Männer... und am Ende der Reihe ist dann Hitler allein an allem Schuld. Schlicht absurd.

      Diese Vorstellung, man könne den Typen schon zähmen, gibt es ja heute auch noch: Bei Trump konnte man sie ja wieder live mitverfolgen. So bitter, dass diese Vorstellung einfach immer wieder kommt.

      Vielen Dank für den langen Artikel! Ich bin sehr gespannt auf deinen Post zum Samstagskaffee. Es gibt so viel zu sagen...

      Liebe Grüße
      Sabrina

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    2. Ich hab die Tillmanns - Inhalte jetzt in den freitäglichen Badawi- Post gepackt, am Samstagmorgen veröffentliche ich mal nichts, verlinke aber am Abend dann meinen üblichen Kalenderwochenpost. Da gibt es auch politische Statements.
      LG

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  2. Hallo Sabrina,

    danke für die Rezension, das Buch klingt auf jeden Fall interessant und ich werde mal schauen, ob ich es bei mir irgendwo in der Nähe in einer Bibliothek sehe.

    Vielleicht bin ich milder als du, aber ich würde den Titel nicht so verstehen, dass es um die Frauen geht, die den Nazis 'gehören', also nicht den besitzanzeigenden Genitiv, sondern vielmehr, dass es um die Frauen geht, die ZU den Nazis gehören. Also dass man die Menge der Nazis hat und eine Untermenge dieser Nazis Frauen waren, um jene es hier geht.
    Denn auch wenn das gerade erreichte passive Wahlrecht der Frauen in Deutschland durch die Nazis wieder aufgehoben wurde, würde ich sie nicht getrennt betrachten. Vielleicht hatten sie kein Parteibuch, aber wie du schon selbst schriebst, Anhänger waren sie, bzw. viele, trotzdem.
    Aber das ist wirklich Auslegungssache des Titels, ich wollte nur anmerken, dass man auch so über ihn denken kann.

    LG
    Talia

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    1. Hallo Talia,

      Ich drück die Daumen, dass du das Buch findest!

      Ich bin mir sogar sehr sicher, dass der Titel genauso gemeint ist, wie du dargelegt hast. Ich finde ihn in Kombination mit den anderen sprachlichen Dingen im Buch doof, aber ich möchte Frau Sigmund da keine Absicht umstellen. :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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