Samstag, 16. Juni 2018

[Samstagstee] mit Netzfunden

Samstagmorgen mit Tee und mit Anne.
Jeden Woche sammelt Andrea von Karminrot beim Samstagsplausch persönliche Wochenrückblicke. Meiner ist meist ergänzt durch Artikel oder Podcastepisoden, die mir in den letzten Tagen im Netz besonders aufgefallen sind.

Diese Woche ist die Fußball-WM in Russland gestartet - von mir wird sie rigoros wegignoriert. Meine Herausforderung für die nächsten vier Wochen besteht also für die nächsten vier Wochen darin,  Cafés und Co ohne Fußballübertragung finden. Fußball interessiert mich nämlich grundsätzlich nicht - und nein, auch dann nicht, wenn "Deutschland" spielt. Es ist mir herzlich egal, unter welcher Bezeichnung die Leute spielen: Im Endeffekt wird halt doch nur ein Ball über die Wiese gekickt. Das nur zur Information, dass ihr die nächsten Wochen hier eine fußballfreie Zone erwarten könnt.

Ich hab mich nämlich lieber mit anderem beschäftigt - zum Beispiel mit meinem eigenem Geburtstag und auch dem von Anne Frank. Sie wäre am Dienstag 89 Jahre alt geworden. Zu diesem Zweck habe ich eine Graphic Novel rezensiert, die ihre Biographie unter anderem anhand ihres berühmten Tagebuchs nachzeichnet.

Und damit sind wir eigentlich schon mittendrin in den dieswöchigen Netzfunden. Denn selbstverständlich habe ich nicht nur gefeiert und geschrieben, sondern auch gelesen!

Netzfunde der Woche

Meine Vorstandskollegin Alica von der *innenAnsicht hat eine Broschüre über Vulven und die Sexualität von Menschen mit Vulven geschrieben und veröffentlicht "Da unten" behandelt neben anatomischen Themen ("Was ist eigentlich eine Vulva?") unter anderem auch positives Körperbild, Lust an Masturbation und Sex und Consent. Insgesamt empfand ich die Broschüre als sehr positiv gegenüber Körpern und Lust - etwas, das mir bei meiner Aufklärung ehrlich gesagt rückblickend ziemlich zu kurz vorkam. Unter diesem Link könnt ihr euch die Broschüre kostenlos herunterladen.Gelobt wurde die Broschüre unter anderem von Protestorganisation Pinkstinks und dem YouTube-Kanal Auf Klo - eine große Ehre für unser kleines Online-Magazin.

Nächste Woche startet in Berlin die Ausstellung "Where Love Is Illegal". Sie umfasst Porträts von Menschen, die für ihre Beziehungen verfolgt werden und deren Geschichte. Zum Beispiel die von Darya, die zusammengeschlagen wird und im Krankenhaus hört: "Du hast bekommen, was du verdienst, Lesben bedienen wir hier nicht." Oder die von Wolfheart, der mitanhören muss, wie sein Partner gefoltert wird.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die 72 Staaten dieser Welt die Menschen immer noch für ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität strafrechtlich verfolgen. Dabei gehen diese Staaten sehr brutal vor: Von Geldstrafen über Gefängnis und Folter bis hin zur Todesstrafe reicht die Bestrafungsbandbreite. zett hat hier über die Ausstellung berichtet und einige Fotos gezeigt, falls ihr nicht in Berlin seid und trotzdem nicht alles verpassen mögt. 

Macht euch ein schönes Wochenende!

Kommentare:

  1. Schon interessant, dass das Thema der jetzigen Jungfeministinnen die Vulva ist. Zu meiner Zeit ( na ja, als ich jung war ) war es die Menstruation. Da brachte die Courage ein Heft mit dem Thema heraus, ein echter Aufreger. Aber meine Mädchen in der damaligen Klasse wollten mit mir ohne die Jungen darüber reden. Es ist schon spannend, wie wenig das alles einen im Alter noch berührt. Wie du siehst, interessiert mich jetzt, was eine Frau aus ihrem Leben insgesamt gemacht hat. Und ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt über die Vielfalt und die . Und verärgert, wie das unter den teppich gekehrt wird. Das nur zu meinen Themen.
    Ic komme aber gerne vorbei und erfahre gerne, was dich so beschäftigt.
    Herzliche Grüße!
    Astrid

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    1. Oh, wenn wir uns dann mal wieder an Menstruation abarbeiten, verlinke ich das auch hier. :D
      Ich bin durchaus schon gespannt, womit ich mich dann mal beschäftige, wenn ich in deinem Alter bin - auf jeden Fall hoffe ich, dass ich dann immer noch so neugierig bin wie du. Bei dir lese ich nämlich auch als Jungfeministin sehr gerne mit. :D

      Alles Liebe
      Sabrina

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  2. Ein Ball und 22 Leute rennen ihm hinterher, also ich finde den Grundgedanken geradezu genial. Fussball schaue ich auch nicht. Ich hoffe immer, die Freude am Spiel wirkt sich auf die Politik aus. LG von Regula

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    1. Das wäre schön, wenn die Begeisterung sich in positiver Stimmung niederschlägt, ja. :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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    2. Naja, meist führt es ja eher dazu, dass still und heimlich irgendwelche Gesetze durchgewunken wird, die keiner will, während alle im WM-Taumel sind.

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    3. Ja, das definitiv.
      Ich hoffe auch, dass wir dieses Jahr nicht wieder von Leuten lesen müssen, die vor lauter Freude und Partypatriotismus andere Leute zusammenschlagen...

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Hey! Schön, dass ihr da seid. Dank eurer lieben Worte macht's dreifach Spaß!

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