Samstag, 7. April 2018

[Samstagstee] mit Netzfunden

Zum Start ins Wochenende gibt's natürlich Tee.
Jeden Woche sammelt Andrea von Karminrot beim Samstagsplausch persönliche Wochenrückblicke. Meiner ist meist ergänzt durch Artikel oder Podcastepisoden, die mir in den letzten Tagen im Netz besonders aufgefallen sind.
Hat diese Woche eigentlich überhaupt stattgefunden? Ganz ehrlich, ich kann mich an kein herausragendes Ereignis erinnern. Aber: Kein Ereignis heißt ja auch, dass nichts allzu Schlechtes passiert ist. Immerhin habe ich ordentlich Zeit damit verbracht, das Internet für euch zu durchstöbern: 17 Fragen und Antworten zum Schwangerschaftsabbruch gibt's bei Zeitjung. hier gibt's auch Infos zu den medizinischen Optionen. (Ja, ich bleibe weiterhin an §219a StGB dran.)

Das Missy Magazine schaute an Ostern in die Türkei und berichtet vom dortigen Widerstand gegen Erdogan und von der Entwicklung des organisierten Feminismus seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Spannend! (Seit ich ihn gelesen habe, ist der Artikel hinter einer Bezahlschranke verschwunden. Aber vielleicht können einige von euch trotzdem darauf zugreifen?)

Ein Artikel über "ein ganz normales Paar" ist bei Spiegel Online erschienen. Darin beschreibt ein Philip Awounou wie er und seine Freundin ins Zentrum eines Shitstorms gerieten, nachdem ihr gemeinsames Foto für eine Werbekampagne der DAK verwendet wurde.Wie er als "Afro-Moslem-Flüchtling" und "Vergewaltiger" und sie als "Hure" bezeichnet wurden - nur, weil er schwarz ist. Philip Aounou, übrigens geboren in Deutschland, hat versucht zu verstehen, was in den Kommentator*innen vorgeht.

Das Bundesinnenministerium, seit dieser Legislaturperiode auch zuständig für Heimat,hat Ende März seine Mannschaft (!) präsentiert - sie ist sehr weiß und sehr cis männlich. Bei vielen Feminist*innen hat diese mangelnde Diversität zu starker Kritik geführt: Da fehlten Frauen!
Nun finde ich es in der Tat befremdlich, wenn Ministerien komplett männlich besetzt sind. Dass Repräsentation wichtig ist und gemischte Teams üblicherweise besser darin sind, unterschiedliche Blickwinkel zu berücksichtigen, muss ich hier sicher nicht weiter erläutern. Nur: Dass es sich bei diesem im Speziellen um ein "Bundesinnenmännersterium" (taz) handelt, ist gar nicht das drängendste Problem! Das Missy Magazine hat in diesem Artikel erklärt, warum: "Das Problem ist nicht, dass „Heimat“ nur von Männern repräsentiert wird, sondern, dass wir uns überhaupt über den Begriff und seine Bedeutung unterhalten müssen. [...]Eine rassistische Institution zu diversifizieren schafft diese nicht ab, sondern legitimiert sie dadurch, dass „ja auch alle mitmachen dürfen“. (Den Punkt zur Polizei sehe ich anders, aber trotzdem: Sehr lesenswert.) Die taz schlägt hier in die selbe Kerbe und schlägt ein paar weitere Gruppen vor, die man doch diversifizieren könnte, wenn einem so viel an bloßer Repräsentation läge - etwa den Ku-Klux-Clan. Ich hab sehr gelacht.
Jetzt trinke ich meinen Tee aus und mache mich auf den Weg in die Stadt. Meine Mama ist nämlich mal wieder zu Besuch und hat ihre beste Freundin mitgebracht. Wir hoffen auf Sonnenschein!

Kommentare:

  1. Danke für deine Lesetipps! Viel Spaß miteinander!
    Astrid

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  2. Hoffentlich verschüttest du den Kaffee nicht, wäre doch schade über den wunderschönen Quilt.
    L G Pia

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  3. Ich wünsch dir Sonnenschein. Lg von Regula

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  4. Ich hoffe du hast schönes Wetter. Bei mir ists immer noch sehr gemütlich, auf der Terrasse.
    Unglaublich, was bei manchen Leuten im Kopf vor sich geht, wenn sie einfach nur einen schwarzen Mann sehen...
    Auch deine anderen Links, sind wieder lesenswert.
    Lieben Gruß
    Andrea

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    1. Das freut mich!
      Ich hab heute Nachmittag auch noch Zeit gefunden, den Balkon einzuweihen. So schön, dass die Sonne wieder scheint!

      Liebe Grüße
      Sabrina

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Hey! Schön, dass ihr da seid. Dank eurer lieben Worte macht's dreifach Spaß!

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