Samstag, 20. Januar 2018

[Samstagstee] mit Netzfunden

Tee zum Frühstück ist immer eine gute Idee.
Hallo ihr Lieben!
Wie war eure Woche? Meine war voller gepackter Kisten, Tüten, Koffer - und einer Menge unerwarteter Krempel in irgendwelchen Schränken. Puh! Wenn mein Bruder morgen kommt, um mir mir den Möbeln zu helfen, soll alles andere verpackt sein. Ein bisschen gibt es da noch für mich zu tun, daher werde ich mich gleich wieder auf die Arbeit stürzen. Aber vorher habe ich noch ein paar Netzfunde für euch:

Catcontent ist wichtig für die Seele: Die neu entdeckte Rusty Spotted Cat aus Sri Lanka ist zum Sterben niedlich. Guckt euch unbedingt den BBC-Trailer an (die zugehörige Doku ist noch bis Ende des Monats verfügbar!).

Vor nicht allzu langer Zeit hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass es in Zukunft möglich sein soll, ein neues, drittes Geschlecht im Geburtenregister eintragen zu lassen. Dazu gibt es im Deutschlandfunk einen Beitrag, in dem direkt und indirekt Betroffene sowie eine Sexualwissenschaftlerin interviewt werden. Besonders berührend fand ich die Geschichte von Lucie Veith, Gründungsmitglied des bundesweiten Vereins Intersexuelle Menschen .e.V. Als sie mit 23 Jahren von ihrer Intersexualität erfuhr, war sie bereits mit ihrem Mann verheiratet. Er sagte ihr, "dass er genau diesen Körper und diesen Menschen und diese Seele, die in mir lebt, liebt. Dass ich genau die Person bin, die er begehrt und dass er daran nichts ändern möchte." Heute sind sie seit über 40 Jahren verheiratet. 

Über Pimmelwitze hat Margarete Stockowski in ihrer Kolumne schon in der letzten Woche geschrieben, aber mir ist der Text erst jetzt über den Weg gelaufen. "Männerkörper bleiben oft unsichtbar [...]: Sie scheinen nicht der Rede wert, außer da, wo man ihnen Schwäche andichten möchte"- nämlich mit der Unterstellung, sie hätten einen kleinen Penis. Dafür nennt die Kolumnistin diverse Beispiele, darunter natürlich auch den US-amerikanischen Präsidenten. Ganz ehrlich? Es gibt so vieles an diesem Mann zu kritisieren, die Größe seiner Genitalien kann man da gut aus dem Spiel lassen.

Im Rahmen der #metoo-Diskussion haben Catherine Deneuve und andere berühmte Frauen einen offenen Brief unterzeichnet, indem sie die Debatte mit den Worten diskreditieren, die Freiheit jemandem lästig zu werden gehöre zum Miteinander der Geschlechter unbedingt dazu, um nicht in einer totalitären Gesellschaft zu enden. Mittlerweile gab es dazu auch eine Nicht-Entschuldigung, aber eben auch die eine oder andere kritische Antwort. Die bei bento fand ich gut. In einem Punkt widerspricht Birte Vogel in diesem Post auf thea: Sie vertritt die Ansicht, dass die unterzeichnenden Frauen in den gegebenen Strukturen einfach so lange profitiert haben, dass sie sie "womöglich auch annehmen, ihr Marktwert würde ins Bodenlose sinken, wenn sie nun dafür wären, Täter zur Rechenschaft zu ziehen." Traurige Vorstellung. Darüber hinaus beantwortet der Post außerdem die Frage, warum so viele Frauen sich erst jetzt, als unter Umständen nach vielen Jahren, zu Wort melden. Damit ist er vielleicht eine ganz gute Grundlage für eine der ermüdenden Diskussionen, in denen den Betroffenen eine (Mit-)Schuld gegeben wird.

Bevor ich mich nun wieder über Kisten beuge, schubse ich diesen Post rüber zu Andreas Samstagsplausch. Nachher mache ich dann eine Runde durch eure Blogs, um nachzuschauen wie eure Woche so war.

Habt ein wunderschönes Wochenende!


Kommentare:

  1. Na dann viel Spaß mit den Kisten!

    Alles Gute für dich
    Marion

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    1. Danke dir! Im Laufe des Wochenendes konnte ich zum Glück einiges wegschaffen. :)

      Liebe Grüße
      Sabrina

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  2. oh, zu der pimmelsache empfehle ich dir ganz dringend jetzt schonmal "boys don´t cry" zu lesen. ja, lesen, nicht der the cure song, wobei man den natürlich auch immer toll hören kann *lach*
    wirst du bis nach dem umzug bestimmt wieder vergessen haben, aber ich erinnere dich dann in meinem nächsten literaturpost nochmal dran ;)
    ich drücke die daumen, dass die nerven beim umziehen nicht doch noch schwach werden.
    liebst,
    jule*

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    1. An morgendliche Panikzustände inklusive “Ich schaff das nicht, ich schaff das nicht“ hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Dann einfach machen hilft. Leute helfen lassen hilft auch und meine Familie ist da ganz wild drauf.
      Die nächsten Tage werden der Endspurt, mit putzen und so. Schaff ich auch noch.
      Das Buch vergesse ich wahrscheinlich wirklich wieder - gut, wenn du mich nochmal erinnerst!

      Liebe Grüße
      Sabrina

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  3. Dann rückt Dein Umzug ja jetzt in greifbare Nähe. Ich wünsche Dir, dass alles glatt über die Bühne geht und Du viele helfende Hände hast. So ein Umzug ist anstrengend. Starte gut in die neue Woche und behalte gute Laune und die Übersicht.
    Liebe Grüße
    Kristin

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  4. Viel Glück beim Umzug, eine Gelegenheit sich von Ballst zu befreien.
    Auf einen guten Neuanfang.
    L G Pia

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    1. Ja, das tu ich gerade. Sehr, sehr gründlich. Gar nicht so leicht, an manchen Stellen...

      Liebe Grüße
      Sabrina

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Hey! Schön, dass ihr da seid. Dank eurer lieben Worte macht's dreifach Spaß!

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