Samstag, 22. Juli 2017

[Samstagstee] mit feministischen Netzfunden

Frühstück im Weltladen am Charlottenplatz - mit Kaffee und aktivistischer Hirnnahrung

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Woche? Meine ist so an mir vorbeigerauscht, dass ich am Freitagabend völlig überrascht vom Wochenende war. Gefühlt war immer noch eher Mittwoch. Aber mittlerweile bin ich jetzt ausgeschlafen bin, war in einem meiner Lieblingscafés frühstückslesen und klicke mich gleich an mein CSD-Blogparaden-Regenbogenkissen gekuschelt zu Andreas Samstagsplausch - so komme ich schnell im Samstag an.
Nachher treffe ich mich mit meiner Mama, um einen längst überfälligen Mutter-Tochter-Urlaub für den Spätsommer zu planen. An meiner Seite will sie sich nämlich erstmalig in ein Flugzeug wagen - und dann Berlin erkunden. Ich freu mich jetzt schon!

Bevor ich nachlese, wie ihr anderen eure Woche verbracht habe, will ich euch an meinen Netzfunden der Woche teilhaben lassen:

Über Lisa von "Radau im Nähzimmer" habe ich eine Seite voller Mitschnitte von Ringvorlesungen der Gender Studies der Uni Marburg aus den letzten Jahren gefunden. Ich bin ja jetzt einige Zeit aus dem Studium raus - und noch länger aus der Phase, in der man inspirierende Vorlesungen hört. Schön, dass die Uni Marburg diese Mitschnitte öffentlich zugänglich gemacht hat!


Dank der Instastory von Feminismus im Pott bin ich auf diesen Beitrag des Deutschlandfunks über Homosexualität im Frauenfußball aufmerksam geworden, in dem nicht nur darüber gesprochen wird, dass lesbische Frauen trotz eines vermuteten Anteils von etwa fünfzig Prozent recht unsichtbar bleiben, sondern auch über die Sexualisierung in der Vermarktung des Sports, um "den Frauenfußball sexy [zu] machen, so dass Männer uns dafür mögen. Das ist ja auch nur eine Form von Sexismus." Dass diese Strategie offenbar nicht so richtig aufgeht, bemerke ich als fußball-desinteressiertester Mensch ever hauptsächlich daran, dass Männerfußball für nervtötende Ausnahmezustände führt, während ich von den Damen tatsächlich nur mitbekomme, wie deren Brüste in den Medien herumgeschwenkt werden. Aufmerksamkeit auf die sportliche Leistung zu lenken, funktioniert offenbar nicht so richtig.

Bei Spiegel Online hat Margarete Stockowski wieder einmal heftig mit den Augen gerollt, nachdem Claus Kleber ein Interview mit Maria Furtwängler geführt hat. Sie hat mit ihrer Stiftung MaLisa eine Studie zu unterschiedlicher Geschlechterrepräsentanz in Fernsehen und Kino durchführen lassen - ein Studienthema, das zu dem Herr Kleber gerne wissen möchte, ob Frau Furtwängler mit ihrer Studie eine Umerziehungsagenda verfolge, die auf  "Geschlechterproporzgeschichte"herauslaufe. Warum "Umerziehung" jetzt vielleicht nicht das Wort der Wahl sein sollte, warum es schön wäre, mehr weibliche Vorbilder in audiovisuellen Medien zu haben und was das Festhalten an einer männlichen Besetzung von Doctor Who mit Asbest zu tun hat, fand ich hier wie üblich sehr angenehm zu lesen. Nicht angenehm zu lesen und nicht empfehlenswert sind die Kommentare unter der Kolumne. Wie üblich, wenn's um Feminimus geht (auch wenn ich hier auf die Schnelle keine Gewaltfantasien gesehen habe, wie sie einem auf Facebook und Instagram um die Ohren fliegen).

Dass man Kommentare einfach grundsätzlich nie lesen sollte, schreibt Lady Tea im innenAnsicht-Magazin zu den "13 Dingen, die mir der Feminismus beigebracht hat".Wie recht sie doch hat! Mit anderen Punkten auf ihrer Liste ebenfalls.

 Habt alle ein wundervolles Wochenende!

Kommentare:

  1. Über den "fußballdesinteressiertester Mensch ever" musste ich gerade lachen, Sabrina. Also so könntest Du meine ganze kleine Familie beschreiben. Wir sind Volleyballer von ganzem Herzen ;)) und soll ich Dir was sagen? Da punkten auch die Damen!! Wie Fussball in Deutschland gehandelt wird, geht mir eh auf den Keks. Als ob es nichts wichtigeres geben würde.. tsss! Herzlichst, Nicole (die euch beiden Mädels viel Spaß bei der Urlaubsplanung wünscht!)

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    1. Ich muss ja gestehen, dass ich keinen Sport rasend interessant finde. ;) Nur nerven die anderen halt (zumindest in Stuttgart) nicht, weil es nicht so gepusht wird.

      Spaß bei der Urlaubsplanung hatten wir tatsächlich eine Menge. Und ich glaube, der Urlaub wird NOCH toller. :)

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  2. Inspirierend zu lesen...

    ...Aus zeitlichen Gründen heute nur ein kurzes Feedback: Ein toller Post zum Samstagsplausch! Ganz tolle Gartenbilder!
    Ich wünsche Dir einen angenehmes WE und sende herzliche Grüßle, Heidrun

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    1. Dabei hatte ich doch (im Gegensatz zu gefühlt allen anderen^^) in Ermangelung eines Gartens gar keine Gartenbilder. :D Trotzdem danke für deinen Besuch!
      Dir auch ein wunderschönes Wochenende! Ich hoffe, du kannst es trotz Stress genießen.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  3. Oh ihr kommt in meine Heimatstadt. Ich wünsche euch tolle Tage!

    Gruß Marion

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    1. Die werden wir haben. Meine Mama träumt seit Jahren davon, die Museumsinsel unsicher zu machen und das Ischtar-Tor zu sehen. Jetzt haben wir im Herbst endlich mal die Gelegenheit, das auch gemeinsam in die Tat umzusetzen.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  4. Aber beim Samstagsplausch macht Kommentare Lesen Spass. :-) Ich finde den Punkt mit den Wünschen 12 jähriger Mädchen wunderbar. Liebe Grüsse in deinen Sonntag. Regula

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    1. Stimmt, es gibt so Inseln - und das ist auch gut so. :)
      Danke für deinen Besuch!

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  5. Guten Morgen, liebe Sabrina,
    ich wünsche dir einen wunderbaren, erholsamen Sonntag
    LG
    Yvonne

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    1. Liebe Yvonne,
      den wünsche ich dir auch!
      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  6. Du wieder kritisch unterwegs. Ich Koch mir schnell noch nen Kaffee und schau mir deine links an...
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Viel Vergnügen dabei!

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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  7. Liebe Sabrina,

    ich freue mich ja gerade über die Frauenfußball EM und das österreichische Team! Dabei interessiert mich Fußball ja gar nicht :D Aber es ist so schön zu beobachten wie im Standard (Tageszeitung) die Kommentare von wenigen eher abschätzigen bis sogar spöttischen immer positiver werden. Vor allem auch, dass Männer andere Männer abstrafen, wenn sie dumme sexistische Kommentare machen. Da freue ich mich ungemein darüber!

    Liebe Grüße,
    Veronika

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    1. Liebe Veronika,

      danke für deinen Kommentar! Das freut mich sehr, dass wenigstens im Erfolgsfall die Stimmen positiver werden.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

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Hey! Schön, dass ihr da seid. Dank eurer lieben Worte macht's dreifach Spaß! Und nicht wundern, wenn ihr eure Kommentare nicht sofort entdecken könnt - da ich sie moderiere, dauert es manchmal ein Weilchen. // Thanks for your comment. :)