Samstag, 25. März 2017

[Samstagstee] mit Podcast

Guten Morgen, ihr Lieben!

Auch an diesem ersten Frühlingssamstag lasse ich mich wieder bei Andrea nieder, um ein bisschen mit euch zu plauschen.
Diese Woche habe ich mich einige Male sehr gefreut - am Dienstag zum Beispiel über den Frühlingsanfang und das passende Google-Doodle. Die Mäusehöhle ist so niedlich! Besonders gut hat mir natürlich gefallen, dass das Mäuschen Stickrahmen an der Wand hängen hat. Ist euch das auch aufgefallen?
Niedliche Mäusehöhlen-Dekoration bei Google. // So cute! There is embroidery hanging on the wall!
Passend dazu konnte ich auch meine eigene Stickerei zum Whiskey in der Teetasse konnte ich endlich abschließen. Da saß ich nun doch einige Wochen dran - zwischendurch sogar beim Friseur, wo ich anhand diesen Stücks einer aufgrund des Vormittags gerade unterbeschäftigten Angestellten zeigte, wie man stickt. ("Ich weiß, wie man häkelt. Aber was Sie da machen, sieht so toll aus. Können Sie mir das zeigen?")

Das Muster ist von Urban Threads: She's Whiskey in a Teacup
Da ich beim Sticken besonders gerne die Hörbücher zu den Zamonien-Romanen von Walter Moers höre, habe ich mich auch über diese Meldung des Autors sehr gefreut: Er arbeitet wohl fleißig an neuem Zamonien-Stoff. Ich freue mich darauf - ganz egal, was es schlussendlich sein wird.

Da es noch nicht so weit ist, höre ich bekannterweise derzeit viele Podcasts. Diese Woche bin ich auf diese Episode des kleinercast vom Anfang des Monats gestoßen. Darin berichtet die Feministin İdil Elveriş über die Situation in der Türkei - allgemein und auch konkret bezogen auf feministische Fragen.
 *Hier* findet ihr den Podcast zu Feminismus in der Türkei. // Click *here* to listen to the podcast.
Im Moment warte ich auf eine Croissantlieferung - und anschließend werde ich mit dem Lieblingsmenschen zu einer eine Buchhandlung in der Nähe marschieren, die dieses Wochenende einen Schnäppchenmarkt hat. Ich bin gespannt, ob wir da etwas brauchbares auftreiben.

Drückt uns die Daumen - und genießt euer Wochenende!

Donnerstag, 23. März 2017

[Was wir tragen, was wir sind] Stilsicher

Bei Art und Stil geht es im vierten Teil um Stilsicherheit.
Bei Art und Stil werden regelmäßig vier Fragen zum Thema Stil gestellt und beantwortet.  Hier habe ich darüber geschrieben, was ich überhaupt unter "Stil" verstehe und hier geht es darum, wie sich mein Verhältnis zu Kleidung entwickelt hat. Hier geht es darum, wem wir so (aufgrund der Kleidung) hinterherschauen.

Was findest Du schön?
Ich finde es schwierig, das allgemeingültig festzuschreiben. Zum einen hat sich das in den vergangenen Jahren immer wieder verschoben - andere Selbstwahrnehmung, andere Sehgewohnheiten. Um hier ein kleidungsfernes Beispiel zu bringen: Ich fand früher lange Haare fantastisch - je länger desto besser, an Menschen jeglichen Geschlechts. Heute mag ich rasierte Köpfe, ebenfalls an Menschen jeglichen Geschlechts.
Zum anderen hängt meine Wahrnehmung von Schönheit sehr mit der Stimmigkeit des Gesamteindrucks zusammen. Ist ein meiner Meinung nach grandioses Kleidungsstück mit etwas kombiniert, das ich für eine Scheußlichkeit sondergleichen halte, schmälert das meine Begeisterung. Fühlt sich eine Person in ihrer Kleidung erkennbar unwohl, wirkt diese auch nicht mehr schön.

Um die Frage nicht nur mit Geschwurbel zu beantworten: Mein entsprechendes Pinterest-Board verrät, was ich derzeit schön finde - schnörkellose Zipfelligkeot, Kapuzen und Assymetrie stehen gerade ganz hoch im Kurs. Und natürlich alles in schwarz.



Was findest Du hässlich?
Sneaker.
Es gibt eine Menge Kleidungsstücke, bei denen ich bereit bin, im konkreten Einzelfall abzuwägen, ob es an der Person, in der Kombination mit sonstigen Kleidungstücken vielleicht doch möglicherweise... Aber Sneaker gefallen mir nie. Besonders hässlich finde ich sie zu Röcken.
Dieser ästhetischen Ablehung ungeachtet glaube ich aber gerne, dass Sneaker bequem sind und damit hochgradig praktisch, wenn man beispielsweise den ganzen Tag über sehr viel geht. So wie Jogginghosen beispielsweise unheimlich bequem und damit praktisch zum Herumgemütlichen sind. Jogginghosen sind üblicherweise auch keine Ausgeburt der Schönheit. Ich halte Schönheit daher bei weitem nicht für die einzige Daseinsberechtigung für Kleidung.

Kannst Du meistens gut einschätzen, ob du tatsächlich anziehen wirst, was du kaufst? Weißt du vorher, woran du es erkennst?
Mittlerweile kann ich sagen: meistens schon. Das liegt zum einen daran, wie ich einkaufe. Es kommt nur selten vor, dass ich ziellos durch die Läden bummele und überraschend auf ein Teil stoße, das mich so verzaubert, dass ich es einfach kaufen muss. Stattdessen stelle ich üblicherweise einen Mangel in meinem Kleiderschrank fest und ziehe los, um ihn zu beheben. ("Es ist viel zu warm! Ich brauche ein zeltförmiges Kleid, das nicht an mir klebt! Jetzt sofort!")
Etwas anders sieht es aus, wenn ich in Schweden bin und die von mir bereits häufiger gepriesenen 2nd Hand-Läden aufsuche. Dort stürme ich zu den Ständern mit schwarzen Klamotten und halte nahezu alles einmal hoch. Mit gefährlich wankenden Textilbergen entschwinde ich dann in Richtung Umkleidekabine. Fehlkäufe passieren aber auch dort trotz der famosen Auswahl eher selten, weil ich schon vor dem Kauf darüber nachdenke, womit ich das kombinieren könnte. Was nicht kombinierbar ist, bleibt da. Wofür ich keinerlei Tragegelegenheiten habe, ebenfalls.

Wenn du dich im Spiegel siehst, bevor du das Haus verlässt, und versuchst, dich selbst von außen zu betrachten, wie ist diese «andere Person»?
Zumindest optisch weiß sie, was sie will: Sie mag kein Chichi und bevorzugt klare Linien. Da dürfen kantige Zipfel sein, aber keine rüschigen Volants. Farb- und Motivwahl der Kleidung legen nahe, dass ihr Musikgeschmack viel mit lauten Gitarren und ähnlichem Lärm zu tun hat (und in sich trotzdem vollkommen inkonsistent ist, wenn man die Patches auf der Kutte zuordnen kann). Zusammen mit den kurzen Haaren wirkt das oft etwas burschikos, schätze ich. Sie ist insofern nostalgisch veranlagt, dass sie andauernd denselben Schmuck trägt, der in erster Linie aus Erinnerungsstücken besteht.
Insgesamt sieht sie wahrscheinlich an guten Tagen aus wie jemand, der obige Pinnwand angelegt hat, aber trotzdem die Kollegen nicht allzu sehr irritieren möchte.

In this part of her style challenge, Nico asked about what we like and dislike and if we always knew whether the clothes we buy will be worn. 
My pinterest board shows pretty well what I like: witchy futuristic gothic stuff with hoods and tails. I dislike sporty stuff like sneakers or jogging pants for unsporty activities - but they are comfortable and so they've got their right to exist.
As I think about my needs and they ways to combine clothes before I buy them, I usually don't buy stuff I won't wear. 
Nico also wanted to know what we see in the mirror when we try to see ourselves as another person. I do see someone who pins to said pinterest board but a bit toned down because of work.

Samstag, 18. März 2017

[Samstagstee] mit einer Portion Erniedlichung

Schwedischer Schwarztee leistet mir heute Morgen Gesellschaft. // Swedish tea for breakfast.
Diesen Samstagsplausch bei Andrea kann ich ein wenig länger genießen als den letzten - um diese Uhrzeit war ich letzte Woche ja schon längst im Zug nach München. Dieses Wochenende verbringe ich in Stuttgart und freue mich über diese Ruheinsel nach mehreren Wochen mit Besuchen bei mir oder woanders. Gemütliches Teetrinken gehört dazu - in diesem Fall ist es ein fruchtig aromatisierter Schwarztee, den ich mir mal in Stockholm gefunden habe. Ich bin ja begeisterte Tee- und Postkartenkäuferin, wenn ich im Urlaub bin, das sind die besten Souvenirs für mich. Habt ihr typische Souvenirs, die ihr immer und immer wieder mitbringt?

Damit mir vor lauter Teetrinken und Ausruhen nicht zu langweilig wird, kommt heute Nachmittag meine Mutter vorbei - wir wollen gemeinsam meine Steuererklärung machen. Und natürlich was Leckeres futtern. Bevor es soweit ist, muss ich meine Wohnung aber noch in einen muttertauglichen Zustand versetzen.Ihr seht schon, auf meiner Ruheinsel wird's nicht langweilig werden.

Ein bisschen Zeit habe ich natürlich auch in dieser Woche im Internet verbracht: Die Heute Show vom 10.3. enthielt unter anderem diesen zauberhaften Beitrag von und mit Nico Semsrott zum Thema Fanatismus und alternative Fakten - der auch noch sehenswert ist, nachdem die neue Folge schon erschienen ist:


Wer sich jetzt etwas niedergeschlagen fühlt, braucht eventuell seine tägliche Dosis Erniedlichung. Der Rest von euch braucht sie auch. Trust me.

Habt ein wunderschönes Wochenende, ihr Lieben!

Mittwoch, 15. März 2017

10 Frühlingsfakten

Let there be flowers! Diese Schuhe besitze ich (leider) schon seit Jahren nicht mehr. // Flowers! Flowers everywhere!
Die liebe Astrid sammmelt hier bis Ende März Frühlingsfakten. Da der Frühling meine allerliebste Jahreszeit ist, habe ich mir gleich ein paar Gedanken dazu gemacht.
  • Es irritiert mich vollkommen, wenn mit meine Mitmenschen Ende Februar mitteilen, sie wollten jetzt endlich Sommer haben, es werde schließlich Zeit. Vor der Tagundnachtgleiche Ende März rechne ich nicht einmal mit ernstzunehmendem Frühling.
  • Nichtsdestotrotz trage ich seit Anfang des Monats bei Wochenendspaziergängen meine Kutte statt des Anoraks. Dieser Unvernunft verdanke ich vermutlich meine neueste Erkältung.
Meine Kutte darf endlich wieder an die frische Luft! // In spring, I'm wearing my battlevest whenever possible.
  • An meiner sonstigen Garderobe ändert sich erst mal nicht viel offensichtliches: ob ich eine oder zwei Strumpfhosenschichten zu kurzen Röcken trage, sieht man nämlich nicht. 
  • Für diese Ansammlung von Schneeglöckchen lag ich beinahe auf dem matschigen Waldweg. Ich bin mir sicher, dass spontan des Weges kommende Spazierende hätten feststellen können, was ich so "drunter" trage (da es sich aber um oben erwähnte blickdichte Strumpfhosen handelte, wäre es auch reichlich egal). 
Die ersten Blumen verzücken mich jedes Jahr aufs Neue. // Is there something better than the first flowers of the year?
  • Mittlerweile weckt mich morgens wieder die Sonne und ich komme viel besser auf die Beine als im Winter - ich bin davon überzeugt, für Winterschlaf gemacht zu sein!
  • Ich bin auch den ganzen Winter über zu Fuß ins Büro gegangen, aber erst jetzt macht dieser halbstündige Spaziergang morgens und abends erst wieder richtig Spaß. 
  • Überhaupt habe ich jetzt wieder viel mehr Lust auf Spaziergänge. Und Picknicks. Und Cafébesuche, bei denen man draußen sitzt.
  • Beim Anblick von Weidenkätzchen bin ich kürzlich in totale Begeisterung verfallen. Es kostet mich immer einiges an Selbstbeherrschung, mich nicht durch den ganzen Baum zu kuscheln. 
Ich liebe Weidenkätzchen schon seit ich denken kann. //Oh, the fluffiness!
  • Im Vorfrühlingsfreudentaumel habe ich schon das erste Grilldate mit Freunden ausgemacht. Allerdings erst für Ende April, in der Hoffnung, dass es da dann tatsächlich warm genug ist, um draußen zu sitzen.
  • Wenn es nur nach mir ginge, könnte es das ganze Jahr über Frühling sein.

Sonntag, 12. März 2017

[7 Sachen] mit Konzert

Puh, bin ich müde! Vor einer Stunde bin ich nach einem großartigen und anstrengenden Wochenende mit meiner besten Freundin zurückgekommen - und nach einer Idee von Frau Liebe sieben Bilder davon mitgebracht, die bei den 7 Sachen verlinkt sind. Diverse benutzte Taschentücher, das verrate ich euch gleich, sind nicht im Bild, obwohl ich die Erkältung hin und auch wieder zurück gebracht habe.
 
Auf der Zugfahrt nach München habe ich gestickt. Immer noch pinke Schrift von Urban Threads. Ich hoffe,
sie langweilt euch noch nicht? // Embroidering in the train, still the same pink lettern. I hope, you're not too bored yet.
Im Olympiapark die Nichte der Besten herumgeschoben und sie bespaßt. Tolles Kind! //Spontaneous babysitting in the park.
Kontrastprogramm ein paar Stunden später: Pommesgabel schwenken. Im Bild zu sehen sind fremde Referenzhände. //
Having fun at the concert.

Nachdem meine letzten Konzerte in Stuttgart eher lame waren, waren Trivium sehr, sehr geil. Ich habe schon lange keine Band mehr so viel Spaß auf der Bühne haben sehen. Und das Münchner Publikum geht deutlich mehr ab als das Stuttgarter.

Zwischendurch ein Bier gehalten. Das Bobbelige ist mein Schal, den ich um die Hüfte gebunden hatte. Die Garderobe war überfüllt. //
Holding my beer, wearing my scarf around the hips as there was no room to put it otherwise.
Heute viel zu früh wieder im Zug gesessen und in der Libertine gelesen. // Reading the Libertine.

Beim Heimkommen eine wunderschöne Postkarte aus Litauen aus dem Briefkasten geholt. //
I got a new postcard from Lithuania via postcrossing.com

Noch schnell ein paar Vitamine vor dem Schlafengehen: Himbeer-Bananen-Reismilch. // Getting some much needed vitamines.
Wie euer Wochenende so war, werde ich morgen dann nachlesen, mir fallen die Augen zu. Startet alle gut in die neue Woche und genießt jeden Sonnenstrahl, den ihr ergattern könnt.

How was your weekend? I spent mine in Munich with my best friend, where we attended a Trivium concert. It was awesome as the band really seemed to have lots of fun on the stage, something that I haven't seen in a while. As great as the concert was, as tired I am now. Have a great start into the new year. I wish you at least one thing to make you smile every day.

Samstag, 11. März 2017

[Samstagstee] im Zug

Samstags gehe ich nicht ohne meinen Tee aus dem Haus. // Not leaving the house today without some tea.
Guten Morgen, ihr Lieben!

Hui, diese Woche ist nur so an mir vorbei gerauscht. So viele Entwürfe schlummern in meiner Postliste, nichts davon hat es zum fertigen Beitrag geschafft. Weder Weltfrauentag, noch Keltenmuseum, weder Astrids Frühlingsfaktensammlung noch der vergangenen Samstag angedachte Blick in mein Bücherregal haben es zur Vollendung geschafft. Schuld daran war hauptsächlich eine beginnende Erkältung, die meine Formulierungskapazitäten bis zum Abend immer vollkommen ruiniert haben.

Immerhin: Im Internet surfen ging wenigstens ein bisschen. Frau Jules Post über Feminismus, Geschlechterkonstruktionen und Pussy Hats habe ich besonders  gerne gelesen. Dass beim Me Made Mittwoch pünktlich zum Weltfrauentag ebenfalls einige pinke Mützen auftauchten, hat mich auch sehr gefreut. Als Grund, warum diese pink sind, wird üblicherweise angegeben, dass diese heute allgemein mit "Schwäche" oder gar "dümmliche Tussi" assoziierte Frage zurückerobert werden soll. Spannend fand ich in diesem Zusammenhang einen Kommentar beim Me Made Mittwoch von Bine, der einen historischen Bogen schlug:
Zu Rosa als "klassische Mädchen/ Frauenfarbe" habe ich vor einiger Zeit in der SZ etwas gelesen: Früher war Rosa eine "männliche" Farbe, da es für Blut und Kampf steht. Kampf passt ja umso mehr, wenn man an den Pussy Hat als das Symbol denkt, das für den Kampf für die Gleichberechtigung steht :).
Ebenso schön fand ich aber auch den Ansatz, den Frau Jule vergangenen Sonntag zum besten gab und der für entschiedene Pink-Ablehnende interessant sein könnte: 
und wegen des strickprojektes: ich hatte zwischendurch auch lilatöne in der hand, ich glaube das wäre auch eine feine variante. auf der aktuellen emma ist madonna mit einem modell in schwarz abgelichtet. geht alles. all colours are beautiful heißt es ja so schön.
Eher traurig als schön, aber nichtsdestotrotz spannend zu lesen, ist Astrids Biographie zu Clara Rilke-Westhoff. Mich ärgerte nicht zuletzt, dass man als große Frau bis heute gefragt wird, wie man denn Partner fände, die groß genug seien - als sei Körpergröße die einzig relevante Eigenschaft eines Mannes und/oder schwieriger zu finden, als beispielsweise ein kompatibler Geschmack in Sachen Musik, Filme und Freizeitgestaltung, zueinander passende Zukunftspläne - oder wonach auch immer einen sonst an potenziellen Parter*innen auswählt.

Das Thema Nachhaltigkeit brachte Ari mit ihrem Post zu Slipeinlagen aus Stoff ins Spiel. Sehr spannend, finde ich - und zumindest für mich auch eine Überlegung wert. Noch ein Thema für einen Post, den ich hier hoffentlich irgendwann präsentieren kann.

Vorher verbringe ich aber noch einige Zeit im Zug, unterwegs zu einem gemütlichen Wochenende mit meiner Besten. Eine gewisse, hier erwähnte Eichhörnchenwinzigkeit muss endlich an das Hörnchen gebracht werden! Unterwegs werde ich sticken - und die Zeit nutzen, um bei Andrea zu schauen, was ich so in den letzten Tagen getrieben habt.

Habt ein wundervolles Wochenende!

Hey there! I hope you had an awesome week with lots of fun and deep thoughts.Unfortunately, the blogs I read this week were mostly German, so the only link I can offer you is to Ari's post about sustainable menstruation products. Have a great weekend!

Samstag, 4. März 2017

[Samstagstee] mit Netzfunden

Guten Morgen, ihr Lieben! // Good morning, folks!
Es ist schon wieder zwei Wochen her, dass ich samstags mit euch plauschen konnte, ich bemerke leichte Entzugserscheinungen.

Diese Woche ist wieder einmal irrsinnig schnell vorbei gegangen; gefühlt war gerade noch Montag. Das liegt auch daran, dass ich gerade ein langes Wochenende an der Seite des Lieblingsmenschen verbringe - und deswegen seit spätestens Dienstag aufgeregt wie ein Gummiball auf und ab hüpfe. Zwischen den Hopsern war ich viel im Internet unterwegs und habe dort das eine oder andere aufgesammelt:

Für diejenigen unter euch, die in ihrem Leben eine gewisse pinke Kopfbedeckung mit Öhrchen vermissen, Frau Crafteln eine anfängertaugliche Anleitung für einen genähten Pussyhat gepostet. Wer lieber strickt, sei auf ihren diesbezüglichen Strickpost verwiesen.

Ein bisschen verliebt habe ich mich in diesen Post von Busy Mockingbird, in dem sie über's Sticken schreibt und ihre Sticknadel als "tiny magic wand" bezeichnet. Wer die Welt von Harry Potter mag, wird ihre kleinen Kunstwerke lieben.

Dieser Text über Anhänger von Milo Yiannopoulos, bis vor kurzem leitender Redakteur bei Breitbart News, ist zwar ziemlich lang, lohnt sich aber für einen Einblick in die Trump-Anhängerschaft und für den einen oder anderen verdammt guten Satz: In der Politik, schreibt Laurie Penny, "there are no non-player characters". Recht hat sie, was mein Bedürfnis nach einem Pussyhat noch verstärkt, siehe oben.

Wer lieber hört als liest, möchte ich diese Episode des Seamwork-Podcasts ans Herz legen. Sie ist zwar schon etwas älter, aber dadurch nicht weniger aktuell. Bloggerin Marie von A Stitching Odyssey erzählt darin, wie ihre Partnerin sich ihr gegenüber als trans geoutet hat und wie ihr die Nähblogger-Community half, mit dieser Veränderung in ihrem Leben umzugehen.

Diesen Podcast findet ihr *hier*. // Click *here* to listen to this podcast.

Um oben erwähnte Entzugserscheinungen zu kompensieren, schubse ich diesen Post nun schnell zu Andrea. Bei euch allen lesen und kommentieren kann ich erst am Montag, denn der Lieblingsmensch wartet darauf, dass wir endlich aufbrechen. Zum Keltenmuseum soll es heute gehen, ich bin gespannt - und werde berichten!

Habt alle ein wunderschönes Wochenende!

Hey there, how was your week? Mine was pretty busy but I still found time to collect at least three gems for you: a post about the magic of embroidery, an article about young supporters of Milo Yiannopoulos and a podcast episode about a blogger whose partner came out as trans - and how the sewing blogger community helped her to come to terms with the changes. 
Have a great weekend!

Freitag, 3. März 2017

[3 of a Kind] you might not know about me

Bei sas.verse werden monatlich zu wechselnden Themen jeweils drei Dinge gesammelt. Im März sollen es drei Dinge sein, die ihr vielleicht noch nicht über mich wisst.

Über vier Jahre habe ich an diesem Quilt genäht. // My first quilt took me more than four years to finish.
 Mein grün-weißes Monster, der erste Hexagon-Quilt aus meiner Hand, ist nur entstanden, weil ich ein paar grüne und weiße Hexagone von einer Buchhülle übrig hatte. Es muss ein Moment des Größenwahns gewesen sein, als ich beschloss, daraus einfach eine riesige Tagesdecke zu nähen. Aber ich bin ziemlich dankbar dafür, denn ich kuschle mich jeden Abend darunter und liebe ihn von Herzen.

Ich bin Linkshänderin. Das kann ziemlich undankbar sein, wenn man Werkeltechniken lernen möchte und sie nur mit der "falschen" Hand gezeigt bekommt. Meiner Mutter muss ich zugute halten, dass sie wirklich versucht hat, mir zu zeigen, wie man mit links häkelt - als Rechtshänderin ist sie allerdings daran gescheitert. Ich häkle bis heute tatsächlich meist mit rechts und kann immer noch nicht wirklich stricken. Vielleicht liegt der Grund, warum mir andere Handarbeiten lieber sind, ja in dieser erschwerten Lernphase.

Ein Regalbrett in meinem Lieblingscafé Tasso in Berlin. // One of the shelves in my favourite café Tasso.

Wenn ich eine neue Wohnung betrete, gucke ich wenigstens unauffällig ins Bücherregal. Oft stürze ich mich aber auch sehr undezent darauf und in schlimmen Fällen verschwinde ich bis zum Ellbogen zwischen den Büchern. Bekannte Titel werden hart gefeiert. Wohnungen ohne Bücher irritieren mich, obwohl ich selbst nur eine Handvoll von ihnen in meinen Regalen habe. Langfristig träume ich aber von einer eigenen kleinen Bibliothek mit Ohrensessel und Hocker für die Füße.

Verratet ihr mir auch etwas über euch?

Sas collects three things about one topic every month. For March, she asked for stuff you might not know about me yet. So here we go...

I only started sewing my first quilt because I had some hexagons left from a much smaller project. Sounds a bit nuts, but in the end it was worth all the work as I am snuggling under the quilt right now. 

I am left-handed. This might be the reason why I never liked wooly crafts so much as my mum could only show me how to crochet and knit from the "wrong direction". I managed to do so but it never felt as natural as embroidery.

Every time I enter a new appartement, I look at the book shelves. If I see something, I've read, I'm always happy. If an appartement has no books at all, it feels weird - and it doesn't matter that I myself don't have a lot of books here, at all. (I plan to have my own little library one day.)

Dienstag, 28. Februar 2017

Februar - kleinere Rückschläge

Im Januar habe ich erstmals einen Monatsrücklick geschrieben und war ganz gerührt, wie viele von euch darauf reagiert habt. Auch im Februar möchte ich nun auf die letzten Wochen zurückschauen.

Für mich selbst gewerkelt im Februar:
Tatsächlich habe ich im Februar auch für meine eigenen Zwecke wieder einmal die Nadel in die Hand genommen. Allerdings bin ich noch sehr weit davon entfernt, dieses Projekt zeitnah zu beenden, weil es - falls es überhaupt zum Erfolg werden sollte - eine sehr unvernünftige Menge Paillettenstickerei beinhalten wird. Klingt kryptisch? Für den Moment so viel: Ich bin auf einen Ball eingeladen und brauche ein Kleid. Ein Flapperdress soll's werden!

Für andere gewerkelt im Februar:
Abschließen konnte ich in den vergangenen Wochen Smoking Girl, eine größere Stickerei, die zu einem Tauschprojekt gehört - und eine ganz kleine Sache, die dennoch mehrere Jahre in Anspruch genommen hat. Bisher hat sie ihren Weg in den Blog noch nicht gefunden, aber das wird sich demnächst ändern. Ich kann euch an dieser Stelle schon mal Eichhörnchen versprechen!
Smoking Girl für die Lieblingsunterwäsche-Designerin // Smoking Girl for my favourite lingerie designer
Angefangene Projekte:
Angefangen habe ich wie oben bereits erwähnt erste Testläufe für mein Ballkleid. Allerdings habe ich am vergangenen Wochenende im Nähcamp mit einer lieben Nähkromanten-Freundin bemerkt, dass ich
a) schon ewig keine Kleider mehr genäht habe und
b) unter anderem deswegen an einem Stoff scheitere, auf dem man nicht vorzeichnen (und dementsprechend auch mehr so pi mal Daumen zuschneiden) kann. Hmpf!

Gescheiterte Projekte:

Gescheitert ist trotzdem noch lange nichts. Bis zum Ball liegen noch mehrere Monate vor mir und ich kann mir überlegen, ob ich in dieser Zeit wahlweise das Konzept an sich über den Haufen schmeiße und etwas ganz anderes nähe oder ob ich bei meinem Plan bleibe und mir dafür anderen Stoff besorge, mit dem ich besser klarkomme. Vorher muss ich aber noch ein bisschen schmollen und mich an Projekte halten, die mich nicht vor Herausforderungen stellen.

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Diesen Monat gab es nichts Neues an dieser Front.

Stoff gekauft:
... habe ich immer noch nicht. Allerdings sind einhundert Meter pinkes Garn bei mir eingezogen, die ich für die "She's Whiskey in a Teacup"-Stickerei brauche. Mehr Material ist es allerdings erneut nicht geworden.
Das tolle Design stammt mal wieder von Urban Threads. // Design by Urban Threads.
Stoff vernäht:
2,45 m² - das klingt ganz schön viel für meine Verhältnisse. Da sie allerdings im mehrfach erwähnten Kleiderprojekt verschwunden sind, waren es eher keine erfolgreichen zweieinhalb Meter.Anderes

Material verarbeitet:
0,04 m² Vlieseline beim Smoking Girl. Süß! Ein weiteres Wollknäuel ist ebenfalls weggekommen.

Pläne für den März:
Ich würde gerne die "She's Whiskey in a Teacup"-Stickerei fertigstellen und wenigstens versuchen, zeitnah auch eine Kissenhülle daraus zu machen. Außerdem liegt ein Quilttop im Regal, das zu einem Quiltsandwich verarbeitet werden möchte
Auch oben genanntes Kleid möchte ich nicht aus den Augen verlieren...

February had some ups and downs in regards of successful sewing. After years of mainly patchwork and quilts, I tried to sew a dress and had to accept that the fabric I had in my stash for this project for years might not be the right one. Hmpf! Apart from that, I finished one bigger embroidery piece which turned out pretty fine and is dearly loved by its new owner. A very small project (that took me a couple of years nevertheless) is ready to be given away, too. Yay!

How was your crafty February?

Mittwoch, 22. Februar 2017

Ein Hörnchen für's Hörnchen

Verlinkt bei handmade with Blümchen und der Stoffresteparty. // It's a squirrel! Yay!
Meine Beste mag Eichhörnchen. Und sie hat immer mal wieder Lust, nähen zu lernen. Vergangenes Weihnachten hatte ich dann beschlossen, ihr zumindest mal die Grundausstattung zu schenken und sie dann daraus machen zu lassen, was sie möchte.


Zu einer solchen Grundausstattung gehört definitiv ein Nadelbüchlein, finde ich. Und für mein Lieblingshörnchen muss es natürlich eines mit gesticktem Hörnchen sein. Die Vorlage habe ich hier bei Embroidery Library gefunden. Leider gibt es sie nur für Maschinenstickerei, aber daraus eine Handstickerei zu machen, ist deutlich einfacher als andersrum.

Offensichtlich nicht so einfach fiel mir das Platzieren der Stickerei auf dem Nadelbüchlein. Das Hörnchen wohnt jetzt nämlich auf der Rückseite des Nadelbüchleins, was mir peinlich spät aufgefallen ist. Dö-dömm, ein Anfängerfehler auf einem Anfängergeschenk. Für ein bisschen Realität habe ich beschlossen, die Bilder für den Blog nicht zu spiegeln. Zum Glück findet die Beschenkte diese Folge eines gedanklichen Aussetzers nicht dramatisch. "Huh? Das klettert kopfüber. Läuft", sagte sie und grinste, wie nur sie grinst. Tolles Lieblingshörnchen.

Fail. Hörnchen ist auf der Rückseite. Ähem. Nicht nachgedacht.//
Well, putting the squirrel on the back was not that clever.
Wie man sieht, hab ich diese Fotos des fertigen Produkts kurz vor dem Einpacken im Halbdunkel gemacht. Aber immerhin erkennt man, dass sich meine Vorliebe für kontrastfarbene Vorstiche auch in dieses Projekt gemogelt hat - selbst, wenn es mal kein Quilt ist. Ebenfalls ziemlich konstant zieht sich das Farbschema durch. Der Futterstoff ist uralt - und ist schon mal in Form eines Armbands zum Hörnchen gewandert, das sie getragen hat, bis es ihr tatsächlich vom Arm fiel. Woraufhin ich den Knopf wieder annähte, bis der Stoff entgültig aufgab. Aber das ist eine andere Geschichte und soll zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden.

Ich mag den Innenstoff und die Zierstiche unheimlich gerne. // I like the fabric inside very much.
My best friend loves squirrels. As she fantasises about sewing, I decided to give her the basic stuff as her Christmas present. Part of it was this needle case with an embroidered squirrel (design by Embroidery Library). Unfortunately I made a mistake and embroidered the cute animal on the wrong half of the fabric, but my bestie decided to not mind. 
Apart from this, I really like it. The inner fabric is older than me and was part of another present for this particular friend. So this is not only a noce way to repeat the colours of the embroidery, but also some kind of friendship symbol stuff.