Mittwoch, 31. Mai 2017

Mai - hier wird gekuschelt

Auf Mondkunst rekapitulieren Hana und Nria jeden Monat, was sie so getan haben. Auch im Mai folge ich diesem Beispiel.

Für mich selbst gewerkelt im Mai:
Im Mai habe ich insgesamt nicht so viel geschafft und für mich selbst war nichts dabei. Das finde ich aber auch nicht weiter tragisch, denn erst am Wochenende hatte ich eine zündende Idee für ein Projekt, das tatsächlich mal wieder für mich selbst ist... Stay tuned, es wird bunt - und knochig!

Snuggly Foxes von Urban Threads wurden zu einer kleinen Kissenhülle.
Für andere gewerkelt im Mai:
Der Kuchenfuchs bekam zum Dank für wundervolles Gebackenes ein kuscheliges Kissen mit - na klar! - Füchsen. Das Kissen brachte mir trotz der Hitze ein paar über den Tag verteilte Umarmungen ein.

Angefangene Projekte:
Zwei Kleinigkeiten habe ich zugeschnitten, die kann ich euch hoffentlich bald zeigen. Auch die werden nach Vollendung auf die Reise geschickt.

Gescheiterte Projekte:
Wenn ihr euch gewundert habt, warum das vielfach erwähnte Flapperdress für den Bücherball entgegen aller Pläne im Mai nicht auftaucht - ich habe es erneut in die Ecke gepfeffert. Der Stoff und ich sind weiterhin keine Freunde und nachdem auch der zweite Versuch schlicht enttäuschend war, habe ich nun keine Lust mehr darauf. Mal sehen, was ich nun stattdessen für den Ball verwende...

Neue Schnittmuster, Anleitungshefte und Bücher:
Ich habe ein neues Stick-Motiv von Urban Threads gekauft. Wie gesagt, es wird knochig und regenbogenbunt. Ich weiß nur noch nicht, wann genau...

Stoff gekauft:
Ist euch aufgefallen, dass ich dieses Jahr noch keine Hexagone gepostet hatte? Der Grund: Seit Oktober (!) fehlte mir das Vlies für diesen Sternenquilt. Diesen Mangel habe ich am vergangenen Samstag im Rahmen des Nähbloggerinnen-Treffens in Stuttgart endlich beseitigt. 1,4 m² sind damit dazugekommen, werden aber hoffentlich auch zeitnah wieder verschwinden.
Vom Tauschtisch auf dem Treffen ging auch ein Rest schwarzer Wollfilz mit, dessen genaue Größe sich nur schwer ausmessen lässt. Ich behaupte mal 0,7m² könnten es sein.

Stoff vernäht:
Zugeschnitten habe ich nur 0,92m². Allerdings bin ich ausgleichenderweise auf dem Nähbloggerinnen-Treffen auch 5,6m² losgeworden. Davon war ich ziemlich begeistert, denn es ist so schade, wenn schöne Stoffe ungeliebt in einer Kiste vor sich hin vegetieren.

Material verarbeitet:
Ich habe eine gewisse Menge Schwarztee für das oben gezeigte Fuchskissen verwendet. Der Färbeeffekt hat mich sehr überzeugt.

Pläne für den Juni:
Da der Bücherball unaufhaltsam näher rückt, lautet der Plan eindeutig: Eine Entscheidung treffen, was ich trage und darauf hinarbeiten.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Werkelpläne für den Juni?

Montag, 29. Mai 2017

Komm kuscheln!

Snuggly Foxes von Urban Threads, kombiniert mit meinem liebsten Patchwork-Muster.
An einem Samstag im April habe ich angesichts einer leeren Fadenrolle beschlossen, spontan ein weiteres Stickprojekt zwischenzuschieben. Wer mir bei Instagram folgt, konnte davon auch bereits kleine Einblicke erhaschen.

Das Stickmuster ist, wie meist, von Urban Threads. Ich habe es vor längerer Zeit einmal als Freebie abgreifen können, aber bis zum 31. Mai findet noch ein shopweiter Sale statt - alle Motive zum halben Preis. Nur, falls es jetzt jemandem in den Fingerspitzen juckt. Ich für meinen Teil habe mir schon wieder ein neues Motiv gesichert...

Schlaft gut, kleine Füchse!
Weil das weiße Fuchsfell sonst untergegangen wäre, wollte ich gerne naturfarbenen Hintergrundstoff verwenden. Da ich davon nichts mehr zu Hause hatte, warf ich die Stickerei nach Vollendung kurzerhand in einen Topf starken Schwarztees. Vom Färbeergebnis bin ich ziemlich angetan! Eigentlich hatte ich anschließend geplant, auch die äußeren hellen Bereiche zu färben. Allerdings kamen mir dann ein Feiertag und spontane Ungeduld dazwischen. Zum Ausgleich habe ich mich für naturfarbenes Quilting entschieden. 

Die Schnuggelfüchse ziehen heute bei Kerstin ein, dem Kuchenfuchs und ihres Zeichens liebe Kollegin von mir. Mehr als verdient hat sie sich diese kleine Aufmerksamkeit durch regelmäßige, spektakuläre Backwerke, die sie selbstlos in der Teeküche abstellt - und liebenswerterweise "Warnmails" an Ausgewählte schickt, um sicherzugehen, dass wir auch wirklich ein Stück abbekommen. Wer nämlich zehn Minuten zu spät kommt, steht vor traurigen Krümel- und Cremeresten.

Bevor sie hoffentlich Kerstin erfreuen, schauen die kuschligen Füchse aber noch bei Gabis Linkparty für Handgesticktes vorbei und auch beim Modern Patch Monday der Modern Cologne Quilters.

Samstag, 27. Mai 2017

[Samstagstee] mit Netzfunden


Mopstass' mit aktuellem Stick-Quiltprojekt.
Hallo ihr Lieben!
An diesem Morgen bin ich schon ganz aufgekratzt, denn heute ist das Nähbloggerinnen-Treffen in Stuttgart! Daher brauche ich jetzt erst einmal eine beruhigende Tasse Tee, bevor ich mich aufmache, um Stoffe zu streicheln, natürlich nur geplante Einkäufe zu tätigen, einen Tauschtisch unter die Lupe zu nehmen und ganz, ganz viel zu plaudern. Jedenfalls, wenn mich nicht die Schüchternheit überfällt und mich stumm und kulleräugig daneben stehen lässt.

Vorher möchte ich aber für diejenigen unter euch, die heute mehr Zeit im Internet verbringen, auf ein paar Netzfunde aufmerksam machen, die ich in dieser und der vergangenen Woche an Land gezogen habe.
Den "braunen Regenbogen" fand ich sehr spannend zu hören.
Die neueste Episode des kleinercast beschäftigt sich mit Homosexuellen in der AfD - einer Partei, die ja nicht gerade dafür bekannt ist, für irgendetwas neben der biodeutschen Hetero-Familie sonderlich offen zu sein. Auf welche Art LGBT-Themen rechts interpretiert werden und welche Argumentationsmuster dabei bedient werden, wird hier in etwas über einer Stunde beleuchtet.

Für einen weiteren Blick über den deutschen Tellerrand kann ich an dieser Stelle die vierte Episode von Nancy empfehlen, in der Kathy und Tobin mit und über schwule Republikaner in den USA sprechen, über deren Selbstverständnis und Hoffnungen an die Trump-Regierung. 

Hier entlang zu Väterprivilegien und kreativen Beleidigungen.
Diese Woche gab es außerdem eine Premiere beim Lila Podcast, nämlich die erste Episode mit einem Mann. Nils Pickert ist Journalist und Aktivist bei Pinkstinks und spricht über feministische Vaterschaft und beispielsweise darüber, dass der Vatertag ja auch genutzt werden könnte, um sich intensiver mit der Familie und der Rolle als Vater auseinander zu setzen, anstatt sich mit anderen Männern zu betrinken.

Hier äußert sich die Journalistin Dunja Hayali über Artikel 1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was heißt das eigentlich für unsere Gesellschaft? Ich kleiner Audio-Junkie habe mich besonders gefreut, dass ihre Gedanken sowohl als geschrieben, als auch gesprochen vorliegen. Der WDR 3-Podcast "Das Grundgesetz geht alle an!" wird sich offenbar durch das ganze Grundgesetz arbeiten und ich glaube, da lohnt es sich, häufiger mal hinzulesen und zu -hören.

Zuguterletzt habe ich noch was Historisches für euch, einen Artikel über die sogenannten Ghost Girls. So nannte man vor hundert Jahren die Frauen, die Ziffernblätter für Uhren mit Radium bemalten. Das ließ nicht nur die Uhren, sondern auch die Frauen selbst im Dunklen leuchten - und brachte letzteren aufgrund fehlenden Arbeitsschutzes den Tod. Dass einige noch sterbenskrank die Kraft aufgebringen konnten, für die Rechte und das Leben ihrer Kolleginnen zu kämpfen, hat mich sehr beeindruckt. Achtung, da sind ein paar Fotos dabei, die die Langzeitschäden radioaktiver Strahlung zeigen.

Mit diesen Funden im Gepäck schaue ich nun noch kurz rüber bei Andrea und schaue mal, was ihr so diese Woche getan habt.

Genießt das Wochenende!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Zehn Fakten über mich und die Liebe

Auf die Liebe (und gutes Essen - was beinahe das Gleiche ist)!
Astrid sammelt im Mai Fakten über die Liebe. Beim Lesen ihres Posts ist mir ganz warm ums Herz geworden. Trotzdem ist es in der Linksammlung noch recht leer, da ist noch Platz für viel mehr Fakten. Vielleicht hat ja noch jemand Lust, teilzunehmen? Bis zum 31. Mai ist noch Zeit!
  • Als ich deutlich jünger war als heute, habe ich mich diverse Male in fiktionale Charaktere verknallt. Meine Begeisterung für Iros verdanke ich einem jugendlichen Punk mit grünem Haar in einem Kinderbuch über eine besetzte Fabrik, deren punkige Bewohner gegen Umweltschweine und Hundekampfveranstalter kämpften. Das hatte ich nur einmal aus der Bücherei ausgeliehen und es ist sicher zehn Jahre her, aber ich erinnere mich immer noch an Satzfetzen.
  • So gern ich fiktionale Charaktere mag: Mit Liebesromanen kann man mich normalerweise jagen. Ziemlich weit sogar. Über "Die Frau des Zeitreisenden" (Audrey Niffenegger) und "Gut gegen Nordwind" (Daniel Glattauer) habe ich allerdings literweise Tränen vergossen und beschlossen, dass es sich dabei um Bücher handelt, ohne die ich nicht mehr leben möchte. Sie ziehen daher häufiger mit mir um, anstatt in einem Bücherregal meiner Eltern auf mich zu warten.
  • Vor einiger Zeit habe ich die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren gelesen - besonders berührt hat mich dabei ihre Liebe und ihr Mitgefühl für all die Menschen, die im Krieg ihr Leben, ihre Angehörigen oder ihr Zuhause verloren haben. Ganz unabhängig von der Nationalität schaute Astrid Lindgren einfach auf die Menschen. Von diesem Buch muss ich euch bei Gelegenheit noch mehr erzählen.
Durch ihre Kriegstagebücher ist mir Astrid Lindgren noch mehr ans Herz gewachsen.
  • Man sagt, Liebe geht durch den Magen. Für mich stimmt das definitiv. Ein zuverlässiger Weg in mein Herz führt über die Zubereitung eines guten Frühstücks. Das ist übrigens auch der einzige Weg, mich am frühen Morgen dazu zu bewegen, freiwillig das Bett zu verlassen.
  • Ich glaube nicht an Liebe auf den ersten Blick. Natürlich haben auch mir schon Menschen auf Anhieb gefallen. Aber es liegen Welten zwischen der anfänglichen Begeisterung für jemanden, die sich anfühlt als hätte ich kiloweise Brausepulver verschluckt und der ruhigen, vertrauensvollen Wärme, die mich bei längerfristiger Zuneigung erfüllt. Schön ist aber natürlich beides. 
  • Übrigens habe ich dieses aufgeregte Kribbeln nicht nur bei romantischen Begegnungen: Auch der Beginn einer Freundschaft ist bei mir erfüllt von geröteten Wangen, viel Gekicher und einer entschieden zu großen Portion "Und dann hat sie gesagt..." Falling in friendship ist definitiv ein Ding (und äußerst großartig!).

Inschrift an der Stuttgarter Grabkapelle. Über diesen schönen Ort habe ich hier mehr berichtet.

  • Es ist mir in Sachen Liebe herzlich egal, wer da eigentlich mit wem verbunden ist. Frauen mit Frauen, Frauen mit Männern, Männer mit Männern, mehr als zwei Menschen? Das ist mir alles herzlich egal, so lange alle Beteiligten sich freiwillig und aus vollem Herzen auf ihre jeweilige Konstellation einlassen. Liebe ist Liebe. Dass wir in Deutschland nach wie vor keine rechtliche Gleichstellung der homosexuellen Nicht-Ehe haben, macht mich wütend. Von Zuständen im Rest der Welt wie beispielsweise Konzentrationslagern für schwule Männer in Tschetschenien mal ganz zu schweigen.
  • Bei aller Begeisterung für die romantische Liebe: Ich bin entschieden dagegen, den Zustand als Single nur als möglichst rasch hinter sich zu bringende Übergangsphase zu sehen, die keinen Wert in sich selbst hat. Alleinstehend zu sein ist kein Mangel, der möglichst rasch behoben gehört und schon gar kein Zustand, der den eigenen Wert irgendwie einschränkt. Es macht mich traurig, wenn wundervolle Singlefreundinnen und -freunde an sich als Mensch zweifeln, weil sie keine Beziehung führen.
    Ich liebe Handarbeiten. Sowohl den Akt an sich, als auch das Endergebnis.
    • Do what you love and love what you do. So überstrapaziert dieser Spruch sein mag, so wahr ist er auch. Nun ist es den meisten Menschen nicht vergönnt, den ganzen Tag nur ihren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Beispielsweise wäscht sich mein Geschirr nicht von allein und nach Feierabend in einer langen Supermarktschlange zu stehen ist auch eher ungeil. Aber wenigstens einen Ausgleich zu haben, der einen weit weg bringt von aller Blödigkeit, ist Gold wert. In der Kombination aus Handarbeiten, Hörbuch und einer Tasse Tee  habe ich diesen Ausgleich für mich gefunden. Das beste daran? Ich kann ihn fast überall haben und in beinahe jeden Tag integrieren.
    • Handgemachte Geschenke sind nicht nur eine ziemlich logische Folge meiner Begeisterung für Handarbeiten, sondern haben auch ganz viel mit Liebe zu tun. Nicht nur, weil so viel Zeit und Arbeit drinsteckt, sondern auch, weil man so intensiv an die andere Person denkt, während mal eine Auswahl trifft. Jede Entscheidung für einen Schnitt oder ein Muster, ein Material, eine Farbe oder eine Verzierung wird an der empfangenden Person gemessen und so genau wie möglich getroffen. Bei gekauften Produkten ist mir das kaum möglich. So gerne ich selbst solche Geschenke mache, so gerne bekomme ich sie auch. 

    Und jetzt ihr! Ich freue mich darauf, von euren romantischen und anderen Lieben zu lesen!

    Sonntag, 14. Mai 2017

    [Samstagstee] am Sonntag

    Meinen Samstagstee trinke ich in dieser Woche am Sonntag. In Wirklichkeit ist es außerdem auch Kakao. Ihr merkt es wahrscheinlich daran, dass ich verhältnismäßig still bin - derzeit versucht sich immer Material für mindestens zwei Wochen in eine zu quetschen.

    Gequetscht habe ich aber natürlich auch tolle Dinge und war mit Nico von Art und Stil im Kino. Wir haben uns "Embrace - Du bist schön" angeschaut. Ich liebe es ja, Onlinebekanntschaften aus dem virtuellen in den realen Raum zu haben. Trotzdem war ich ein bisschen aufgeregt - völlig zu Unrecht natürlich. Nico ist nämlich eine ganz wunderbare (Kino-)Begleitung: offen, herzlich, eloquent und witzig. Der Film hat uns beiden insgesamt sehr gut gefallen, aber auch gleich noch viel zu quatschen gegeben. Neben all der Begeisterung für die sympathische Hauptperson und ihre tollen Interviewpartner fand ich es bedauerlich, dass Diäten als von vornherein zum Scheitern verurteilt dargestellt wurden (von Ernährungsumstellung wurde gar nicht gesprochen) und schlank sein als etwas, das nur unter größten Qualen erreichbar sei.



    Unser Zusammentreffen verdanke ich übrigens Andrea von Michou à la Mode und ihrer Blogaktion Siebenschön. Darin möchte sie mit sechs weiteren Frauen verschiedenen Aspekten von Schönheit auf die Spur kommen möchte. Nico und ich gehören dazu, außerdem Bine, Stella, Martina und Kiki. Hinter den Kulissen findet schon ganz viel Austausch statt und ich bin sehr neugierig, wohin die Reise so geht.

    Über Facebook bin ich auf ein Video von ze.tt über Laura Schwengber gestoßen, die auf Konzerten Musik in Gebärdensprache übersetzt. Fand ich super - besonders, dass sie auch Anfragen ablehnt, wenn ihr das zu dolmetschende Material zuwider ist.


    Wer wie ich einen Teil des Sonntags damit verbringt, in wüste Mittelerde-Nerderei zu verfallen, der/die könnte mit dieser interaktiven Karte unter Umständen ziemlich glücklich werden. Darin sind nämlich nicht zuletzt wichtige Ereignisse verzeichnet, was zeitlich-räumliche Einordnungen sehr erleichtert. (Und wusstet ihr eigentlich, dass Mordor nach dem Ende des Ringkriegs im Dritten Zeitalter schließlich zur Kornkammer des wiedervereinigten Königreichs wurde und Saurons befreite Sklaven regen Handel mit den Menschen in Gondor trieben? Ich find's super. Steht allerdings nicht in der Karte, muss ich gestehen.)

    Zurück in der echten Welt engagiert sich der Eishersteller Ben & Jerry's unter anderem in Deutschland für die Ehe für alle. In diesem Blogposts des Unternehmens ist ein Tool integriert, mit dem man den Bundestagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises diesbezüglich vorformulierte Mails schreiben kann. Ich habe eventuell ein bisschen gespamt. Aus einem Interview von ZEIT online mit Mitgründer Jeff Furman geht hervor, dass dieses Engangement tiefreichende Wurzeln im Unternehmen hat. Hat noch jemand spontan Lust auf Eis?

    Auf den verschlungenen Empfehlungswegen von Bloglovin ist mir eine neue Podcast-Entdeckung zugelaufen: eigenstimmig. Dieser Podcast porträtiert in Folgen unter einer Stunde jeweils eine Frau, die sich mit Leidenschaft ihrer Aufgabe widmet, sei es ihr Beruf oder ihr Hobby. In Folge 3.9 spricht Susanne alias Frau Nahtlust. Ich werde aber bestimmt noch viele weitere Folgen hören, denn ihr wisst ja: habe ich einmal angebissen, gebe ich einen Podcast nicht so schnell her.

    Über folgendes Video zu einem vollkommen aus dem Ruder laufenden Menstruationsgespräch habe ich herzlich gelacht, obwohl es natürlich musikalisch so gar nicht meine Kragenweite ist. Aber "placenta" und "shopping center" zu reimen, fand ich schon sehr grandios.


    Jetzt muss ich mich wohl um Geschirrberge kümmern, die sich in der Küche türmen: Der Lieblingsmensch war nämlich übers Wochenende da und hat dafür gesorgt, dass ich hochanständig verköstigt wurde. Dafür hopse ich aber noch rüber zu Andrea und schaue nach, wie es anderen diese Woche ergangen ist.

    Kommt gut in die neue Woche!

    Samstag, 6. Mai 2017

    [Samstagstee] mit Netzfunden

    Guten Morgen! Ich starte mit meiner Bamberg-Tasse ins Wochenende.
    Guten Morgen, ihr Lieben!
    Na, hattet ihr eine gute Woche? Meine fand einen kleinen Höhepunkt, als ich am Mittwoch einen knallgelben Briefumschlag von Frau Jule aus meinem Briefkasten zog. Bei Instagram habe ich ihn gezeigt und mich ausgiebig gefreut. Mehr Ohrenfutter für mich! Hurra!

    Ansonsten war ich in dieser Woche wieder einmal ein bisschen mehr im Internet unterwegs und habe Netzfunde im Gepäck:

    Kürzlich habe ich mich mit einer Freundin über Minimalismus unterhalten. Mit knapp 30 zieht sie für einen auf ein Jahr befristeten Vertrag quer durch die Republik. Sie wird in einem möblierten Zimmer wohnen und ihren Kram wieder einmal bei ihren Großeltern einlagern. Ich zweifelte einmal mehr daran, ob die Menschen meiner Generation Minimalismus an sich so geil finden oder ob sie nur einfach keine Möglichkeit sehen, materielles Zeug in ihrem Leben immer wieder von A nach B nach C ... mitzuschleppen. Hier ist mir noch im April der passende Artikel von jetzt.de vor die Füße gefallen. 
    *Hier* findet man die neueste Episode des Lila Podcasts.
    Im Lila Podcast ging es am 1. Mai um rechte und um wütende Frauen, Ivanka Trump und Privilegien, feministische Slogans auf Shirts, Wegwitzelung als Widerstandsform und vieles mehr. Habe ich wie üblich gerne gehört und bin dadurch dieses Mal auf den Podcast Nancy gestoßen, in den zwei junge Menschen aus den USA sich über ihre Homosexualität unterhalten. In der zweiten Episode hab ich schon geheult (übrigens vor Rührung, was nicht das schlechteste ist). Dass beide Podcastenden asiastischstämmig sind, erwähnen sie am Ende der Eröffnungsepisode, wo es sinngemäß heißt: "Ihr dachtet die ganze Zeit, wir wären weiß? Das ist euer Problem."

    Neil Gaiman hat ein Gedicht über Hass geschrieben. Hier hat  Anna Eijsbouts aus "Hate for Sale" ein animiertes Video geschaffen, das ich sehr sehenswert finde. Eine schriftliche Version des Gedichts konnte ich leider nicht finden; teilweise sind einzelne Worte scher verständlich. Aber die Message ist klar, oder?
    edit: Dank Kristin habe ich nun noch einen Link für euch - hier gibt's den Text zum Nachlesen. 

    Frau Jule hat im April politische Inhalte in DIY-Blogs gesammelt und die Sammlung Anfang der Woche veröffentlicht. Ich war mit einem eigenen Beitrag dabei und habe mich mit viel Neugier durch die der anderen Teilnehmenden geklickt. Falls es einmal eine Wiederholung gäbe, wäre ich sehr begeistert.

    Astrid sammelt im Mai persönliche Fakten über die Liebe. Beim Lesen ihres Posts wurde mir ganz warm ums Herz - vielleicht möchte die eine oder andere ja ihre Fakten auch noch beitragen? Ich würde gerne noch mehr über die Liebe lesen.

    Jetzt lese ich aber erst einmal bei Andra, wie es euch in dieser Woche so ergangen ist und schwinge mich dann hinter die Nähmaschine. Das bereits mehrfach erwähnte Flapperdress soll heute erstmals Gestalt annehmen!

    Habt ein liebevolles Wochenende!

    Mittwoch, 3. Mai 2017

    [3 of a kind] I can not live without

    Diesen Monat möchte Sas gerne wissen, ohne welche drei Dinge wir nicht leben könnten (respektive wollten). Im ersten Moment war ich versucht, darauf wahrheitsgemäß "Unterkunft. Klopapier. Kühlschrank." zu antworten, aber ein bisschen persönlicher darf es dann doch werden, deswegen steht hier auch nicht "Laptop, Smartphone, Stromanschluss".

    An diesem Punkt der Überlegung wurde es dann aber auch schon wieder schwierig. Ich habe gerne Dinge um mich, die mir gefallen, obwohl sie vielleicht keinen großen praktischen Wert haben - eine Minimalistin bin ich also ganz und gar nicht. Allerdings habe ich während meines Auslandssemesters trotzdem vier Monate lang aus einem Koffer gelebt und dabei erstaunlich wenig vermisst. Im Jahr darauf bin ich dann mehrfach umgezogen und hatte in all diesen Zwischenmiete-WGs immer nur wenig Gepäck dabei. Ein paar Gegenstände sind mir aber wichtig genug, dass ich sie in jede (Übergangs-)Wohnung mitgenommen habe:
    Mein schwedisches Eulen-Teelicht war auch in Finnland mit dabei.
    Dieses weiße Eulen-Teelicht hat mir vor Jahren eine Nähkromantin auf einem unserer Forentreffen geschenkt. Wir kannten uns bis zu diesem Abend nicht, aber sie kam mit einem kleinen Päckchen auf mich zu: "Ich musste beim Einkaufen an dich denken und habe es dir mitgebracht. Hoffentlich findest du das jetzt nicht total creepy!" Fand ich nicht. Ich war gerührt über diesen Geste, obwohl wir uns damals noch gar nicht nahestanden. Mittlerweile sehen wir uns nach Möglichkeit mindestens einmal im Jahr, obwohl sie nicht mal im selben Land wohnt.

    Meine treue Begleiterin Schuhu, auch als praktisches Reisekissen gut zu gebrauchen.
    Das ist Schuhu. Meine beste Freundin, das Hörnchen, hat sie mir vor der Abreise nach Finnland geschenkt, weil sie so flach und kompakt ist, dass man sie nicht nur gut in den Koffer packen, sondern auch als Kissen nutzen kann. Letzteres habe ich auch schon getan, beispielsweise in der ersten Zeit in Finnland, als ich noch kein Bettzeug hatte. Auch auf anderen Reisen durfte Schuhu mich schon begleiten. Und für frisch gepiercte Ohren war die Rundung auch schon mehrmals eine echte Wohltat!

    Mein handgenähtes Patchwork-Nadelkissen.
    Stellvertretend für Nähzeug zeige ich euch hier mein liebstes Nadelkissen. Wenigstens eine kleine Menge Nadel und Faden möchte ich auch immer bei mir tragen. Ich habe zum Beispiel in Finnland nur ganz wenig gestickt. Aber es war mir unheimlich wichtig, dass ich ein paar verschiedene Garnfarben und Nadeln dabei habe. Nähen ist einfach ein großer Teil von mir - selbst wenn ich es phasenweise nicht praktiziere.

    Auf welche drei Dinge möchtet ihr nicht verzichten? Ich freue mich, wenn ihr es mir in den Kommentaren oder bei Sas verratet.