Samstag, 28. Januar 2017

[Samstagstee] mit schwarzer Katze

Erst mal 'nen Tee, gehalten von meinem Lieblingsteefilter in der Lieblingstasse. //
But first: tea, brought to you by my favourite tea filter. Oh, how I love black kitties.
Diese Woche hat mich sehr angestrengt. Eine fürchterliche Meldung aus den USA jagte gefühlt die nächste. "Wenn Donald Trump so weitermacht, gibt es spätestens zu Ostern die ersten Hexenverbrennungen", las ich bei den Twitterperlen. Ich fürchte, dass wir es vorher noch mit inhaftierten JournalistInnen und BloggerInnen zu tun bekommen, nachdem ihnen jetzt schon der Mund verboten wurde (hier ein Bericht der New York Times).
Und auch auf dieser Seite des Atlantiks gibt es derzeit genug, über das man den Kopf schütteln kann. In der neuesten Folge des Lila Podcasts sprechen Susanne Klingner und Katrin Rönicke unter anderem über das Grundsatzprogramm der AfD. Gleichzeitig will Björn Höcke in Buchenwald an der Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus teilnehmen - und wird zum Glück daran gehindert (beispielhaft hier ein Bericht bei Spiegel Online, hier bei Zeit Online).

Als Kontrastprogramm werde ich mich morgen mit Selene und alphascorpii zu einem Nähkränzchen zusammensetzen und Katzen kuscheln. Nötig ist das definitiv!

Wie war eure Woche? Erzählt mal - oder verlinkt euch bei Andreas Samstagsplausch

How was your week? Mine was pretty exhausting with all the bad news about Trump's look on torture (I found an article about it on factcheck.org) or his strategist's look on the media (another article by the New York Times).
To counter all the "I don't want to live on this planet anymore"-feelings, I'll meet two fellow crafters tomorrow to have an awesome days amidst of fabric, fiber and fluffy cats.

Kommentare:

  1. Hach dieser Teefilter! Der hält meinen Tee auch manchmal.
    Katzenkuscheln, ein guter Vorsatz.
    Die Meldung rund um Amerika und der Afd und Konsorten, lassen es mich ständig schütteln. Der Gedanke, was uns noch erwartet...
    Ich werde berichten, wie der Film war. Ich habe jedenfalls schon eine Menge gutes gehört.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Andrea

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    1. Hihi, wie schön, dass wir den gleichen Teefilter haben! Ich hatte ihn im November entdeckt und er musste gleich mitkommen...^^

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  2. So ein witziges Tassenfoto ( ja, Katzen bringen es wohl auch bei mir )!
    Hier schaue ich vom Bett auf dicke Magnolienknospen! Irgendwann kommt ein neuer Frühling....
    Und sonst: Zusammenstehen & -halten!
    Bon week-end!
    Astrid

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    1. Dicke Magnolienknosepn klingen fantastisch. Vor meinem Fenster blüht noch nichts, allerdings fangen meine Orchideen gerade wieder an zu blühen. In meinem Schlafzimmer herrscht also schon ein bisschen Frühling.
      Ja, das Zusammenstehen und Zusammenhalten - das ist der Grund, warum hier mittlerweile auch solche Themen auf dem Blog landen. Mir hilft diese Sichtbarkeit bei Freunden und Bekannten und ich gehe fest davon aus, dass es anderen auch so geht.
      Dir auch ein schönes Wochenende, liebe Astrid!

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  3. Ja, angesichts der Meldungen aus Amerika und aus Deutschland verschlägt es mir auch oft die Sprache (mir fällt irgendwie kein passenderes Wort ein…). Gestern las ich das Transkript eines Fernsehinterviews, das Trump letztens gegeben hat und ich musste hinterher erstmal die Katzen flauschen und einen Beruhigungstee trinken. Katzen helfen immer!

    Hab ein schönes Wochenende und genieß das morgige Kontrastprogramm!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Katzen und Beruhigungstee werden uns wohl einige Zeit begleiten, was? :)
      Vielen Dank für deine lieben Wünsche.

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  4. Ist ja klar, dass die New York Times keine Freude an Donald Trump hat. Er kritisiert die Medien dermassen. Vielleicht tut er das zu recht? Dass Medien unabhängig sind, das war einmal. Wir lesen in den Medien nur, wie schlimm der neue Präsident ist, Fakten liegen aber keine vor. Mutmassungen, wie schlimm es werden wird. Klar dass wir beunruhigt, ja in Panik sind. Die Mainstream Medien habe diese Trommel kräftig gerührt. Ich habe Donald Trumps Antrittsrede ohne Kommentar gehört und kann das allen nur empfehlen. Denken können wir doch selber, dazu brauchen wir die Medien und Journalisten nicht.

    Dass es den etablierten Politikern an den Kragen geht, ist für mich sonnenklar. Statt die Ohren und Augen zu verschliessen und sie per se zu verunglimpfen, wäre es wohl gut, hinzuhören. Es wäre zum Beispiel spannend zu erfahren, warum soviele Demokraten in Amerika für Donald Trump gestimmt haben, spannend zu erfahren, warum die Bernie Sanders Wähler Donald Trump und nicht Hillary Clinton gewählt haben. Und wenn wir nun dabei sind, dass Donald Trump lügt (wobei mir da die Fakten fehlen).

    Twitterperlen sind übrigens keine Fakten, sondern nur Meinungen. Meinungen machen Stimmung. Dahinter steckt System. Deshalb rate ich dir, die Twitterperlen auszublenden und dich nicht runterziehen zu lassen.

    Ein schönes Wochenende wünscht dir Regula

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    1. Vielen Dank für deine lieben Wünsche!

      Dass Medien unabhängig oder objektiv seien, habe ich nicht behauptet. Da wir aber nicht überall gleichzeitig und damit Augenzeuge von allem sein können, brauchen wir Vermittlungsinstanzen, über die wir von Ereignissen erfahren. Und das sind in der heutigen Zeit ganz klar JournalistInnen, BloggerInnen und so weiter.
      Das entbindet die Rezipierenden keinesfalls von der Verantwortung, selbst zu denken. Insofern bin ich durchaus auch dafür, sich etwa Antrittsreden im Original anzuhören. Nur: das als einzige Quelle zu nehmen, wäre mir etwas zu dünn. Wenn Trump sagt, dass Folter absolut funktioniert, möchte ich Studien sehen, die dazu Aussagen treffen (um bei einem der Beispiele oben zu bleiben). Die kann ich versuchen, selbst zu suchen (vorausgesetzt, ich habe Zugang zu einer wissenschaftlichen Bibliothek und habe gelernt, wissenschaftliche Texte zu verstehen) oder schauen, ob Journalisten sie bereitgestellt bzw. mit Experten gesprochen haben.

      Bleibt das Problem, dass Medien beispielsweise zu Verlagen gehören, die einer politischen Stiftung nahestehen o.ä. Lösen lässt sich allerdings meiner Ansicht nach nur, indem man auf ein pluralistisches Mediensystem setzt, in dem in verschiedenen Redaktionen unterschiedliche Einflüsse zum Tragen kommen (so, wie es in Deutschland ja auch der Fall ist – weshalb es in meinen Augen vollkommen sinnentleert ist, von „den Medien“ zu sprechen, als handle es sich um ein Gesamtgebilde ohne Differenzierung). Ergänzend dazu halte ich Initiativen wie beispielsweise BILDBlog für sehr wertvoll, die Medien auf die Finger schauen und problematische Berichterstattung etc. aufdecken und kritisieren. Die dadurch geschaffene Ausdifferenzierung, Pluralität und gegenseitige Kontrolle ermöglicht es, unterschiedlich gefärbte Beiträge zu erhalten und Fehler zu entdecken (seien sie versehentlich oder absichtsvoll). Ja, das macht viel Arbeit, wenn man (zum Beispiel) verschiedene Tageszeitungen liest. Aber es ist meiner Ansicht nach der einzige Weg, wie man ein rundes (nicht objektives!) Bild der Welt bekommen kann und damit wie von dir gefordert „selbst zu denken“. Auf keinen Fall bekommt man dieses runde Weltbild, wenn man sich nur auf die Eigen-PR einer Einzelperson verlässt.

      Meine Haltung zu Clinton war nicht Bestandteil des obigen Posts, aber dennoch auch ein paar Worte zu der von dir angerissenen Frage: Warum und wie viele Sanders-Fans zu Trump umschwenkten, statt Clinton zu wählen, ist definitiv ein spannendes Untersuchungsfeld (das sicherlich auch von diversen Leuten beackert werden dürfte) und ich stimme sogar mit dir überein, dass die Frustration gegenüber "etablierter Politik" eine Rolle spielen dürfte. Trumps Wahlsieg liegt dennoch nicht in daran, dass ihn mehr Menschen gewählt hätten, sondern daran, dass das US-amerikanische Wahlsystem anders gewichtet. Weshalb die Frage nach diesen „Wechselwählern“ für mich nicht ins Gewicht fällt, wenn es um meine Bewertung von Trump geht.

      Und zuletzt noch: ich bin mir sehr bewusst, was Twitterperlen sind. Im Falle dieser Perle handelt es sich um eine Zuspitzung, die sehr genau meinen eigenen Empfindungen entspricht, weshalb ich sie an dieser Stelle zitierte.

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  5. Der Teefilter ist ja wirklich klasse! Bei den Nachrichten aus den Staaten wird mir immer ganz schummerig - meine Tochterfamilie lebt dort.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Oh, dann bekommst du das natürlich viel direkter mit und bist natürlich nochmal anders betroffen.

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  6. Hach der Tee Filter ist ja herrlich. Katzen schmusen.�� immer gut.
    Hab trotzdem ein schönes Wochenende. Liebe grüße Marnie

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  7. Ja mir graut auch schon vor den ganzen Nachrichten.
    Viel Spaß beim nähen.
    Ein schpnes Wochenende. Herzlichen Gruß Sylvia

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    1. Das wünsche ich dir auch, liebe Sylvia!

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  8. Einen wundervollen Teefilter hast du da.
    Die grusiligen Nachrichten aus der Welt, will ich darüber nachdenken und diese bewerten???
    Es ist schwierig die Wahrheiten zu filtern.
    Ich wünsche dir ein sorgenfreies Wochenende.
    LG Betty

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    1. Vielen Dank, liebe Betty. Ich merke, dass es mir insgesamt besser tut, (auch) über gruslige Nachrichten nachzudenken und diese für mich einzuordnen, als ganz passiv zu bleiben. Aber ja, es ist wichtig, nicht komplett in Bedenken zu versinken.

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  9. Hey!
    Was für ein süßer Teefilter. Ich liebe Katzen ja auch, von daher erobert der sofort mein Herz ;-)
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    LG
    Yvonne

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  10. Huhu,
    die Katze ist ja wirklich sehr suess....wir haben ein Männchen das man an die Tasse hängen kann, aber die Katze topt das um längen....
    ich muss sagen, Amerika macht mir wirklich etwas Angst...alles was dort im Moment passiert....hoffen wir das es nur halb so schlimm wird wie wir befürchten...ich weiss es wirklich nicht, ich glaube nicht das es gut ausgeht....

    Liebe Grüsse
    merlina

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    1. Das Männchen klingt aber auch lustig! Ich muss euch im Laufe der nächsten Wochen mal meine verschiedenen Tunkutensilien für Tee präsentieren. ;)
      Ja, mit diesen Sorgen bist du nicht allein... Aber mir hilft es, zu sehen, wie sich überall Widerstand regt und all die Initiativen zu sehen, die sich zusammenfinden, um ihre Interessen zu vertreten. Es gibt so viele tolle, engagierte Menschen um uns. Das darf man nicht vergessen.

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  11. du hast recht, jeden tag ist man fassungslos vor entsetzen und will gar nicht weiterdenken, was passieren kann
    lg anja

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    1. Ich finde es trotz allem beruhigend zu sehen, dass ich mit meinen Befürchtungen nicht alleine bin. Danke für deinen Kommentar - für dich und mich und alle anderen will ich diese Woche ein bisschen die Augen offen halten nach Dingen, die mir Mut machen.
      Wenn alle ihren Teil dazu beitragen, lässt sich sicher einiges abfedern.

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  12. Den Teefilter, der ist von Koziol und ich habe ihn meiner Schwiegertochter geschenkt.
    Die ist recth zufrieden damit.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Ha, gut dass du's sagst! Ich hatte schon wieder vergessen, wer den hergestellt hat - ich wusste nur noch, dass die Verpackung richtig schick war. :D

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