Mittwoch, 27. Mai 2015

Goodbye my Love!

Weil Flüge von Helsinki immer günstiger sind als von Turku, verbrachten wir einen letzten Tag in der finnischen Hauptstadt. Beim letzten Besuch im Dezember letzten Jahres hatte ich nicht genügend Zeit (und auch nicht das passende Wetter), um Suomenlinna zu besuchen, eine auf mehreren Inseln gelegene Festungsanlage. Ich fahre ja wahnsinnig gerne mit der Fähre - ob zwanzig Minuten oder zwölf Stunden ist mir völlig egal. Dadurch war der Ausflug ein reines Vergnügen.

As flights home are way cheaper from Helsinki than from Turku, we spent one last day in the Finish capital. When I was there last time in December, there wasn't enough time (and, to be honest, not the nicest weather) to visit Suomenlinna, fortress, located on a group of islands. I love to take ferries, so this trip was pretty awesome.

Cathedral of Helsinki. I love how it stands out against the blue sky!

Taking the ferry to Suomenlinna, looking at the cathedral.
Taking a walk at the islands - you can spend the whole day there without seeing everything.

Café Vanille is super comfy!//Some sunkissed monument.
Don't these houses look like martial hobbit homes?
At least to me, this looks like a kind of rough cousin of the Shire.

Freitag, 22. Mai 2015

Albern in Turku

Von Stockholm aus fuhren wir mit der Fähre von Viking Line nach Turku, wo wir innerhalb von zwei Tagen all die Plätze besucht haben, die ich während meines Auslandssemesters sehr mochte. Weil ich schon so oft über die ehemalige Hauptstadt Finnlands geschrieben habe, zeige ich euch heute nur meine liebsten Schnappschüsse. Tendenziell albern und mit viel gutem Wetter.


We took the Viking Line ferry from Stockholm to Turku, where we visited all the places of my Erasmus semester in just two days. As I wrote about the former capital of Finland quite often, I'll just show you some pictures today. Mostly silly and full of great weather. 

Cathedral in spring
Things I wanted to do for a very long time.
Having fun in the castle.
Peaceful Ruissalo - my favourite place.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Every garment deserves a 2nd chance

Södermalm, Stockholm: Hipster boutique with flowers over the staircase.
"Warum bringe ich eigentlich Kleidung mit, wenn ich nach Schweden komme?", fragte ich meine liebe Mrs. Hands, als ich mit einem Korb voller schwarzem Stoff in Richtung einer Umkleidekabine marschierte.
Ich erwähnte schon an anderer Stelle, wie sehr ich die SecondHand-Läden in Schweden mag. Zumindest für diejenigen, die ich in Göteborg und Stockholm kenne, gilt: statt dröger, etwas muffiger Klamotten für ältere Damen und Kleinkinder gibt es - alles. Neben nahezu neuen Kleidungsstücken, Schuhen und Modeschmuck auch Möbel, Bücher und Elektrogeräte.
Weil dem so ist, habe ich wieder viele Stunden damit zugebracht, mich durch diverse Läden zu wühlen. Gesucht habe ich nach einer Kunstlederjacke und Shorts sowie Armreifen, da ich letztere im Zuge des hektischen Aufbruchs zu Hause vergessen hatte und mir ohne ständiges Geklimper und Geklapper am Handgelenk etwas fehlt. Tatsächlich gekauft habe ich mehrere Longblusen, eine Weste, ein Röckchen... und einen ganzen Haufen Armreifen. Immerhin.

"Why do I bring clothes to Sweden at all?", I asked my dear Mrs. Hands, carrying a basket full of black stuff towards the changing room.
As I mentioned before, I love Sweden's second hand shops very much. At least the ones I know in Gothenburg and Stockholm are treasure chambers for almost everything: clothes, shoes, jewellry - but also furniture, books and electrical equipment.
Thus, I spent a lot of time of my trip rummaging through a couple of shops, looking for a fake leather jacket, shorts and bracelets as I forgot the latter due to my hectically departure and missed the constant clinking and jingling. Instead I bought a couple of blouses, a skirt, a waistcoat and... pretty many bracelets, after all.

Södermalm, Stockholm: Second hand shops can look pretty exclusive!
Neben der gewaltigen Auswahl an Zeugs mag ich besonders gern, wie die Wahre präsentiert wird. Anders als deutsche SecondHand-Shops sehen die schwedischen häufig aus wie exklusive Boutiquen.

Besides the gigantic range of stuff, I like the way the shops present it. The shops often look like exclusive boutiques.

Södermalm, Stockholm: Isn't this one of the best logos you've ever seen?
Bei aller Begeisterung haben die SecondHand-Läden mit ihrer tollen Auswahl auch eine Schattenseite: Sie können nur deswegen so viele aktuelle, kaum abgetragene Kleidung verkaufen, weil die Leute Unmengen davon aussortieren. Nachdem mir das Nordiska Museet wieder einmal in Erinnerung gerufen hat, was die Herstellung einer einzelnen Jeans für Folgen hat, finde ich das ganz schön bitter.


Kauft ihr gerne in SecondHand-Läden ein?

Apart from all my excitement about the shops and their offerings: They only can sell all these up-to-date, hardly worn clothes, because people sort out so much of it. After being reminded of what it costs to produce a new pair of jeans by Nordiska Museet, this makes me pretty sad.

Do you like to buy clothes in second hand shops?

Donnerstag, 14. Mai 2015

Was ist eigentlich typisch schwedisch?

Bei meinem letzten Stockholm-Besuch vergangenen September (im Rahmen meines Auslandssemesters) hatte ich nicht ausreichend Zeit für einen Museumsbesuch, obwohl es in der Stadt mehr als genug Möglichkeiten gibt. Dieses Mal wollte ich das nachholen; meine Wahl fiel dabei auf das Nordische Museum, das Nordiska Museet. Das liegt (wie auch das Vasa- und das Abba-Museum) auf der Insel Djurgården. Schon das Gebäude an sich ist beeindruckend: Seine Mittelhalle ist 125 m lang und 24 m hoch.

When I was in Stockholm the last time, I didn't have time to visit a museum, although the city has plenty. This time, I decided to visit the Nordic Museum, the Nordiska Museet. It's located on the island Djurgården and looks pretty impressive: the middle hall is 125 metres long and 24 metres high.



Gegründet wurde es Ende des 19. Jahrhunderts. Grund war die Furcht, das schwedische Volk könne aufgrund von Industrialisierung und Verstädterung das "typisch schwedische" verlieren. Selbiges sollte daher in diesem Rahmen konserviert und den Schweden vor Augen geführt werden. Die Sammlung umfasst zum Beispiel Kleidung, Schmuck und Möbel im Wandel der Zeiten sowie Ausstellungen zur traditionellen Gestaltung von Feiertagen und vieles mehr.
Derzeit gibt es außerdem eine spannende Ausstellung zum Thema Zuckerkonsum, wie dieser sich im Laufe der Zeit entwickelt hat und welche Bedeutung er dabei hatte: vom lasterhaften Luxus- und Arzneiprodukt über den billigen Energielieferant bis hin zum Gesundheitsrisiko.

The museum was founded in the end of the 19th century because of the fear, the Swedish people might forget their cultural roots due to industrialization and urbanisation. The "essence of Swedishness" was supposed to be preserved and thus shown to the people. The collection contains clothes, jewellry and furniture from different centuries as well as exhibitions about traditional holidays. 
Currently, there is an exhibition about sugar, how the consumption and meaning developed through time: from luxury and medicine to a threat of health.

Sugar as medicine: How it was supposed to heal.
My favourite part: Craft. Who made what and why?
Clothes: One way to show which group you belong to.
This made me think think once again. How much stuff do you really need?
Zwar war ich nach drei Stunden durchs Museum tappen nicht mehr besonders aufnahmefähig und konnte den Erläuterungen zur Entwicklung von Möbelstilen nicht die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient hätten.
Trotzdem kann ich das Museum sehr empfehlen, da es seine Sammlung überweigend anschaulich und zum Teil sogar zum Anfassen präsentiert.

Although I was not able to take in any more after three hours, I highly recommend to visit the Nordic Museum when you are in Stockholm. There is a lot to see - and sometimes even to touch and you get to learn a lot.

Eintritt/entrance fee: 100 SEK

Montag, 11. Mai 2015

Verknallt in Stockholm

Sieben Stunden dauert die Fahrt im Reisebus von Göteborg in die laut Wikipedia größte Stadt Skandinavien. Bricht man innerhalb der ersten Stunde die einzige Nadel ab, die man dabei hat, dauert es gefühlt noch länger. Vor allem, wenn man ab einem gewissen Punkt dringend mal ein stilles Örtchen bräuchte, aber die Bustoilette nicht nutzen möchte.

Zum Glück fand ich in der schönen Stadt angekommen schnell und ganz ohne falsch abzubiegen zum Birka Hostel. Dafür möchte ich an dieser Stelle eine Empfehlung aussprechen: Nah am Bahnhof, sauber, nettes Personal. Da ich nach 17:00 Uhr ankam, wurden mir Türcode, Safecode und alle nötigen Infos sowohl per Mail als auch per SMS zugeschickt, damit ich nicht im Freien stehen muss. Ich hab dort ganz fantastisch geschlafen.

In den darauffolgenden Tagen bin ich sehr viel durch die Stadt geschlendert - und bevor ich euch das Nordiska Museet und empfehlenswerte SecondHand-Läden empfehle, lasse ich euch einfach ein paar Eindrücke da. 

The bus ride from Gothenburg to Scandinavia's biggest city takes seven hours. It feels longer if you break the only needle in the first hour. It feels much longer if you need to pee but don't want to use the bus' toilette.

Luckily I found the Birka Hostel without getting lost - and I really recommend it: it's close to the station, it's clean and the staff is friendly. As I arrived after the reception closed, they sent me all the necessary details both via mail and SMS.

The next days, I spent walking around a lot. And before I tell you about the Nordiska Museet and second hand shops, I want to share some impressions.
Stadhuset while sunset.
Gamla stan: Old city centre. I love these narrow alleyways with their yellow and organge houses.
Södermalm - sunset again.
Skeppsholmen.
Skeppsholmen, looking towards Södermalm.
Drottningsgatan: the street of the queen.
Wart ihr schon mal in Stockholm? Was sollte man eurer Meinung nach dort gesehen oder getan haben?

Have you ever been in Stockholm? What should one see or do there in your opinion?

Samstag, 9. Mai 2015

Gothenburg 2.0

Aufgrund des Bahnstreiks begann meine Reise panischer als geplant: Weil der Zug zum Flughafen am Donnerstagmorgen nicht fuhr, verließ ich Bamberg schon Mittwochabends und übernachtete sehr spontan bei einer Freundin in der Nähe Frankfurts, die mich am nächsten Morgen sogar zum Flughafen fuhr. Daher kann ich dem Streik sogar etwas positives abgewinnen: Ich habe noch einen lieben Menschen mehr gesehen!

Because of the train strike in Germany, my trip to Northern Europe started earlier than expected: I had to leave Bamberg at Wednesday evening instead of Thursday morning and slept on a friend's couch. That way, there is at least one positive thing to sday about that strike: I visited one more friend! Yay!
Even the radio shows teeth!
Only Geist looks grumpy. Actually, he's a pretty nice guy!
In Göteborg angekommen, habe ich gar nicht so viele Fotos gemacht, sondern die Zeit in Mrs. Hands liebevoller Gastfreundschaft ausgiebig genossen - mit Besuchen in den großartigen schwedischen SecondHand-Läden (ein Bericht folgt), viiiiiel gutem Essen (aka Schokokuchen, viel davon!) und Werkeleien. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich vergessen habe, Fotos von meinen ersten Spinnversuchen zu machen. Mrs. Hands meinte nämlich, ich hätte mich gar nicht so blöd angestellt. Obwohl es sich immer anders anfühlte, wenn mir wieder einmal die Wolle riss und alles unter lautem Getöse auf den Boden klatschte... Aber es hat Spaß gemacht und wird nicht das letzte Mal gewesen sein!

I didn't take so many pictures in Gothenburg but just enjoyed mrs. hands' hospitality spending much time in thriftsores (I have to tell you more about these!), a lot of chocolate cake and crafting. I'm a bit annoyed by the fact that I didn't take any pictures of my first atempts in spinning. Mrs Hands kept telling me that I don't look completely incompetent although I felt exactely like that whenever the wool tore and everything crashed on the floor... But it was fun and I want to try again!

Schon Mrs Hands Wohnung motiviert zum Werkeln - an allen Ecken und Enden steht, hängt oder liegt etwas selbstgemachtes.

Even Mrs Hands' appartement makes you want to craft as there handmade stuff everywhere.
I especially love her patchwork very much.
Standing on this rag rug, I want to crochet my own. And rainbows! I obviously need more rainbows in my life.
Mein Lieblingsplatz in der Wohnung ist der Balkon. Ich steh total auf die Laternen, die am Wohnzimmerfenster hängen, auf die Gemüsepflanzkübel und die blühenden Kirschen vor dem Haus.

My favourite place in the appartement is the balcony. I totally go for the lantern behind the living room's windows, for the buckets with vegetables and fruits and especially the blossoming cherry trees in front of the house.
There is nothing better than warm cake and sun at a morning after a party!
 Ganz besonders aber liebe ich die gemütliche Sitzecke mit dem ovalen Teppich davor. Hier haben wir einen sonnigen Morgen verbracht, mit schnellem Schokomikrowellenkuchen in den Händen, bevor ich traurigerweise auch schon wieder losmusste: der Bus nach Stockholm erwartete mich...!

The best thing about the balcony is the benches with all those cushions and the rag rug in front of it. We spent a sunny morning there, eating chocolate cake from the microwave before we had to hurry to the city centre. My bus to Stockholm was waiting...!

Mittwoch, 6. Mai 2015

There and Back Again

Da bin ich wieder. Hat mich jemand vermisst?
Bitte entschuldigt mein plötzliches Verschwinden, eigentlich wollte ich mich von euch verabschieden, aber dann musste es plötzlich ganz schnell gehen...

I'm back. Did anyone miss me? Forgive my sudden disappearance, actually, I wanted to say bye. But then, everything happened at once. 

The airport of Helsinki at sunrise. Way too early but oh so beautiful!
Ich habe die relative Freiheit meines Masterarbeits-Semesters genutzt, um (mit wissenschaftlichen Büchern im Gepäck, die ich auch gelesen habe!) in den Norden zu reisen und Freunde sowie Lieblingsstädte zu sehen.

In den nächsten Tagen zeige ich euch ein bisschen was davon, im Moment bin ich noch dabei, die zwölf Tage wieder aufzuholen, die hier in Bamberg einiges an Arbeit mit sich gebracht haben.

Nur so viel: Es ist nach wie vor Liebe. <3

I used the relative freedom of my last semester at university to travel north (with scientific books that I did read!), to visit friends and favourite cities.

I'll show you some pictures of my trip in the upcoming days. At the moment, I'm still busy with getting all the stuff done that piled while I was away.


For the moment, I just want to say that much: It's still love. <3