Sonntag, 27. Dezember 2015

We Are The Media

Kaum hatte ich euch von meiner Patch-Sammlung erzählt, habe ich dank eines Tipps von Ravna die perfekte Kutten-Basis für mich gefunden. Weil es mich nun wirklich in den Fingern juckt, mit dem Projekt voranzukommen, muss nun auch endlich der Backpatch her. Statt beim Stenciln von zu kleinen Haardetails den Verstand zu verlieren, habe ich mich für dieses Tutorial zum Lavendeldruck entschieden und anstelle von Lavendelöl Teebaumöl verwendet, weil das a) günstiger und b) vorhanden war.

Meine Motividee stammt von amandapalmer.tumblr.com; ich habe sie über Pinterest gefunden. Amandas Gesicht entspricht dem Cover ihrer CD "Theatre is Evil" und das Zitat stammt aus "Map of Tasmania", das von Schambehaarung handelt. Ich habe es weniger deswegen als aufgrund meines Studienfachs gewählt - und weil ich die moderne Göttin Media in "American Gods" von Neil Gaiman so mochte. 
I ironed the fabric and stuck the mirror-inverted print face down to it.
I added the oil...
... and scratched the backside with the end of the brush. As you can see, one has to scratch really hard!
Nevertheless, the result is pretty pale and I'll have to do something about it.
Im ersten Moment war ich enttäuscht. Auf dem feuchten Stoff war die Farbe kaum sichtbar, mein Arm war sehr müde und vom Geruch des Teebaumöls bekam ich Kopfschmerzen. An dieser Stelle ein Hinweis: Falls ihr das im Freien machen könnt, macht es im Freien. Wählt ansonsten wenigstens einen Raum, in dem ihr nicht anschließend schlafen möchtet und öffnet die Fenster!

Getrocknet und gebügelt sah das alles aber schon viel besser aus - immer noch zu blass für einen Backpatch (vermutlich auch, weil der Stoff einfach recht dunkel ist), aber definitiv sichtbar genug, um damit weiterzuarbeiten. Ich werde das Motiv nachsticken. Das mag mal wieder ein verrücktes Projekt sein, aber ich freue mich darauf. Abgesehen davon mag ich gestickte Patches sowieso deutlich lieber als gedruckte.

Just after I posted my collection of patches, I found the perfect jacket to become my Kutte. Now the backpatch became an urgent project. As I said before, I have to make it myself. 
I took the first step towards it in a moment of spontaneous motivation using a tutorial about transfering a printed picture with lavender oil - although I used tea-tree oil as this is less expensive and I found a bottle of it at home.
I used a Amanda Palmer stencil similar to one I found on http://amandapalmer.tumblr.com/ featuring her face on the cover of "Theatre is Evil" and lyrics of "Map of Tasmania", a song about pubic hair that I chose maily for the fact that I study stuff connected to media and really liked Media in "American Gods" by Amanda's huband Neil Gaiman..
As you can see in the pictures above, the result became quite pale. But it's visible enough to use it as a template for embroidery. It may sound like a crazy project, but I'm looking forward to stitch Amanda. And stitched patches are better than printed ones anyway!

Dienstag, 22. Dezember 2015

Music With Metal In*


Wie Octo Stag hat auch in mir der Kutten-Thread im Forum gekoppelt mit diversen Festival- und Konzert-Besuchen eine große Portion Bedürfnis ausgelöst. Mit viel Begeisterung wühle ich mich seitdem durch jeden Merchandise-Stand, der sich mir in den Weg stellt und habe im Keller meiner Eltern auch einige Patches aus meiner Jugendzeit gefunden. Nach ein paar Monaten Sammelleidenschaft sind schon einige Patches zusammengekommen:


Mit dabei sind
  • Kindheitserinnerungen (Black Sabbath, Metallica, Nirvana) und Jugendlieben (HIM, Nightwish)
  • Bands, mit denen ich tolle Konzerte verbinde (Trivium, Die Apokalyptischen Reiter, Solstafir, Opeth, Spreading Miasma, Amorphis, Ektomorf, Ensiferum)
  • Bands für bestimmte Momente (zum Laufen: The 69 Eyes, vor panikauslösenden Klausuren: Dimmu Borgir, zum Masterarbeit schreiben: Alcest, zum Tanzen: Disturbed)
  • Patches, die mit Freunden und Bekannten im Zusammenhang stehen (Metal-Anwalt, The Brethren, Undergrounded und natürlich meine heißgeliebten Nähkromanten)
  • und Souvenirs natürlich. "Philadelphia - DIY or DIE" erinnert mich an ein paar Tage Ostküstenbesuch inklusive Beschnuppern der dortigen Metal- und Punkszene. Ein Mensch namens Ken trug diesen Patch damals auf seiner Kutte, ich erkundigte mich, ob man da noch ein Exemplar bekommen könnte, als Souvenir. Konnte man nicht, das Ding ist selten. Ken hat ihn von seiner eigenen Kutte geschnitten, um mir eine Freude zu machen. Für mich eindeutig der wertvollste Patch in dieser Sammlung. "RÅA" ist ein Erinnerungsstück an meine Zeit in Finnland: Jedes Jahr veranstaltet die Åbo Akademi, an der ich studiert habe, das Råcktåberfest. Dort treten sämtliche Bands von Studierenden auf. Eine sehr coole Sache, wie ich finde.

Natürlich fehlt da noch eine ganze Menge, mein Pinterest-Board zu diesem Thema gibt einen kleinen Einblick, ist aber nicht vollständig. Zum Beispiel, weil viele Bands einfach keine Patches haben (z.B. weil es sich nicht um Metal handelt). Ich behelfe mir, indem ich Freundinnen mit Stickmaschinen um Hilfe bitte oder bei getpatch ordere.

 
Wer mit Kutten ein klein wenig vertraut ist, dem fällt natürlich auch auf, dass ein Backpatch fehlt. Backpatches sind die dominanten Teile in der Mitte; üblicherweise der Platz, der für die ganz große musikalische Liebe reserviert ist. In meinem Fall ist das untrverweise** Amanda Palmer, die anscheinend keine Patches hat. In diesem Fall habe ich mich für's Selbermachen entschieden. Ein kleines Projekt, das ich hoffentlich demnächst angehen kann. Stay tuned...

*siehe auch: Music With Rocks In
**"untrve = "trve vom engl. true - wahr/echt - Dinge die wirklich richtig Metal sind. Alles andere ist untrve und damit extrem uncool." (sehr treffende Definition von OctoStag, der nichts hinzuzufügen ist)



After years of denying that I need a „Kutte“ (also known as “battle vest“: a vest or jacket plastered with band patches), I gave in this year after visiting too many festivals and concerts. Now, I rummage through every merchandise stand because it’s just obvious that I need one.

After months of passionate searching, I got a couple of patches reminding me of bands I heard when I was (very) young, bands I saw live, bands I listen to in special occasions (like writing my thesis).You can follow the links above to listen to some songs if you like.

 There are also Patches that remind me of friends or places, like the “Philadelphia. DIY or DIE” patch that was given to me by a guy called Ken. I had asked him if there was any chance to get one as a souvenir for ten glorious days spent in the States. But as these patches weren’t sold anymore, he cut it from his own vest, just to make me smile.

There is more to come, of course. As many bands don’t have any patches, I need to make some on my own, ask friends with embroidery machines or order at getpatch.

Especially important and missing: the backpatch, usually the one big musical love. As I am really untrve (i.e.: not metal enough), this is Amanda Palmer. This is going to be a small DIY project, so stay tuned!


Dienstag, 15. Dezember 2015

Wichtelfreude

Innerhalb weniger Tage wurde aus einem Stapel Stoffe und Butterbrotpapier eine Kissenhülle:

It's done!
Mir gefällt die Kantigkeit des Wolfskopfes, der fast, aber eben nur fast symmetrisch ist, in Kombination mit den weichen Schnörkeln außenrum. Um das zu unterstützen, habe ich für die Schnörkel ein helles Grün verwendet - das mir dann ausging, weshalb die Ziernähte neben dem schwarzen Stern zweifarbig sind...
I like the way, the head is not exactly symmetric.
Aber mir war es wichtig, dass sowohl das schwarz, als auch das Grün noch einmal auftauchen. Eigentlich wollte ich den Musterstoff verwenden, aber ich befürchtete, dass das den Wolf erdrücken könnte. Rückblickend hätte der Wolf noch ein bisschen größer werden dürfen, aber ich mag ihn.
Black and green appear again in the star and the additional lines next to it.
Noch wichtiger: Mein Wichtelkind mag ihn auch. Nachdem ich so viel Freude beim Nähen und an der Kombination von Stickerei und Patchwork hatte, war das natürlich das Sahnehäubchen.
I'm highly motivated to sew more pillow cases like this one.
Es motiviert mich gerade unheimlich, noch mehrere Kissen nach diesem Muster zu nähen. Ich hätte zum Beispiel Lust auf orangene Schnörkel in Kombination mit einer Sphinx-Katze...

Was war euer letztes Projekt, das euch so richtig begeistert hat?

The pillow case was sewn in only a couple of days and I really like the way it turned out, although I would enlarge the embroidered square if I did it again. 
But I like the way the green twirls contrast with the black, almost symmetric wolf head and how both colours are repeated in the patchwork and quilting. And - even better: the girl I made it for likes it, too!
I really want to sew more pillow cases like this one - maybe with orange as the contrasting colour and a sphynx cat for the embroidery.

Which was the last project you really enjoyed?

Dienstag, 1. Dezember 2015

Sie blühen in der Nacht.

Das Nachtblumen-Kissen ist bei meiner Freundin angekommen und wurde sofort in seinen Lebensraum integriert. Sie hat sich riesig gefreut - und ich mich auch: Das war ein wirklich schnelles Projekt, das ohne Quiltnähte auskam. Damit trotzdem so viel Begeisterung auszulösen ist toll!

Small picture due to the fact that I don't want to show her bedroom.

The dark flower pillow case reached my dear friend. She war delighted and so was I: this pillow case was a reall simple piece of work, nothing complicated at all (I even decided against quilting because I didn't have thread in the right colour). To make her that happy with such a small thing was awesome!

Mittwoch, 25. November 2015

Christmas is coming!

Als begeisterte Nähkromantin bedeutet das für mich: Wichteln! Jedes Jahr wird innerhalb des Forums gewichtelt. Im Gegensatz zu den üblichen Tauschrunden hat man dabei die Möglichkeit, sich aus einer Datenbank einen Wunsch herauszupicken, auf den man Lust hat - ohne dabei zu wissen, ob man selbst auch beschenkt wird.
Ich mag jede einzelne Phase davon: Das Wünsche-ausdenken, das Wünsche-durchsuchen, das Werkeln und schließlich das Hibbeln, ob man selbst auch etwas bekommt.

Dieses Jahr hatte ich bereits einmal Glück: Ich habe einen Wunsch gefunden, auf den ich riesige Lust hatte: Ein Wolfskissen sollte es sein, gerne mit Stickerei, Patchwork oder Applikation. Ich beschloss, die ersten beiden Techniken zu kombinieren: Im Zentrum wird die Wolfsstickerei platziert, außen rum gibt es einen gepatchten Rahmen.

Nach ausführlichem Nachdenken entschied ich mich für "Anima Wolf" von Urban Threads und nachdem die Stoffe der Wahl nun endlich vorgewaschen und getrocknet sind, kann ich in den kommenden Tagen endlich anfangen zu sticken.

Es besteht keine Gefahr, dass mein Wichtelkind diese Blogposts lesen wird, also kann ich hier frei darüber sprechen. 

Looking forward to stitch this beauty in black and light green.

As a devoted member of my sewing forum, this means: presents for other Nähkromants! We add our wishes to a data base and can choose to fulfill one that suits us best. I found one - a pillow case with a wolf.* It will be a combination of embroidery and patchwork and I hope this will turn out as cool as I plan it to be. I chose the Anima Wolf by Urban Threads and will start stitching in the upcoming days.

The one who will get this pillow case won't read these blog posts, so it's not a problem to talk about it freely.

Montag, 16. November 2015

Ohne Ende Flausch

Am Samstag öffnete ich in einem Sammelsurium an Zu-Hause-Herumgammel-Entspannen-Klamotten einem Hermesboten die Tür, der mir einen Schuhkarton in die Hand drückte. Ich quietschte, sehr zu seinem Befremden, als ich den Absender erkannte: Eine Nähkromantin, die in der Never-Ending-Wunschkette für mich werkeln wollte.

Noch lauter habe ich gequietscht, als ich die Verpackung aufgerissen und den Inhalt herausgezogen hatte: Den wohl flauschigsten Schlauchschal aller Zeiten aus bordeauxrot meliertem Jersey mit Angora-Anteil. Natürlich wurde er mittlerweile ausgeführt und bei einem Waldspaziergang auf seine Tauglichkeit hin überprüft:

It's so fluffy!
Er ist voluminös. Er ist kuschelig. Er ist weich. Er ist unheimlich warm. Ich bin hochgradig begeistert und J. sehr, sehr dankbar für dieses fantastische Stück Nähkromanten-Austausch.

I got a great gift this weekend. A fellow Nähkromant (my DIY forum) sent me the most awesome loop ever. It's made of jersey with some angora - so soft, so warm, so much greatness. I'm in love.

Donnerstag, 12. November 2015

Flowers and Stars

Derzeit kommen mir nur Hexagone unter die Nadel. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich große Mengen davon fertig geheftet herumliegen habe. Dadurch kann ich schnell mal eine Weile damit herumspielen und mir hinterher überlegen, was das jetzt eigentlich werden soll...

Das Nachtblumen-Kissen in progress habe ich euch hier schon einmal gezeigt, als ich gerade angefangen habe. Mittlerweile ist es auch schon mit einer Rückseite versehen, wartet allerdings noch auf ein Innenleben - und seine Reise zur neuen Besitzerin.
Nachtblumen - a pillow case in progress

Auch aus diesen grünen Sternen werden wahrscheinlich irgendwann Kissenhüllen, passend zu meinem Monster-Quilt. Der grüne Stoff ist nämlich der Rest der Rückseite. Das leise Stimmchen in meinem Kopf weist darauf hin, dass noch genügend Hexagone da wären, um eine kleine Decke... Aber ich singe laut, um sie zu übertönen.
These stars are going to become pillow cases, too.
Hier habe ich nicht laut genug gesungen: Die Schneewittchen-Sterne rotten sich zusammen, in dem Muster, das ich auch für meinen nächsten großen Quilt in Betracht ziehe. Von den Sternen in der Farbkombi habe ich nämlich schon neun Stück produziert, bevor ich mir recht Gedanken gemacht hatte, was daraus werden soll. Und so viele Sofakissen kann ich in den kommenden Monaten gar nicht verschenken - geschweige denn brauchen, denn Schneewittchen passt so gar nicht in das Farbschema, das ich mir für aktuelle WG-Zimmer und künftige Wohnungen überlegt habe.

Es macht Spaß zu sehen, wie Schneewittchen wächst. Drückt ihr mir aber bitte die Daumen, dass ich noch nicht völlig die Schnauze voll habe von diesem Muster, wenn ich dann mal die Muße habe, mit meinem eigenen lila Sternenquilt zu starten?
Snowhite is going to be a small blanket.
Recently, all I sew are hexagons. That is because I do have a lot of them ready to use - and it's calming my mind to play around with them without much of a plan. So I end up with pieced stuff and have to think about what to do with it later. At the moment, there are three piles...

Mittwoch, 28. Oktober 2015

All you need ist love.

In meinem Fall bedeutet das: Hexagone, Eulen und Postkarten.
Ich wohne mittlerweile seit fast drei Monaten in der aktuellen WG und wollte euch neben meiner wunderschönen, aber funktionslosen Tür auch den weiß-grünen Quilt in seiner endgültigen Form zeigen.

That is postcards, hexagons and owls.
After living in my shared flat for three months, I wanted to show you my new wall of postcards with the locked door (I do have one that leads to the rest of the flat, I'm not locked in) and my finished quilt, known as the green-and-white monster that took so long.

This door is closed. If I ever dissappear, I'll live behind it with buttons for eyes.
Isn't this quilt gorgeous? The multicoloured flower indicates the middle.
This tiny cutie is from Lagerhaus, a Swedish deco shop. The candle thingie is from IKEA, I brought it from Finland.
Did I mention how much I like this door? And the quilt?
My roommate Schuhu sleeps in my bed every night and even keeps me company at festivals.
Maybe you can see that I chose not to quilt too much here. This kept me from insanity, I guess.

Freitag, 23. Oktober 2015

Handarbeiten und Fandom

Das irrlicht hat mich nominiert. Ich möchte das hier zum Anlass nehmen, ein Loblied auf ihren Blog A Ghost-Light's Pathway zu singen, weil ich ihn so gerne lese und das irrlicht mir so sympathisch ist. Wer seinen Strickteppich Professor Trelawney nennt und eine Zamonien-Karte ins Wohnzimmer hängt, hat mein Herz eigentlich schon gewonnen. Und wer bei seinen elf Fragen angibt, am liebsten ein Tuk sein zu wollen und nach ausgedehnten Abenteuern seinen Lebensabend in Bruchtal verbringen zu wollen, legt da halt gleich noch nach. Mein Geek-Herz hüpft. Dass irrlicht auch noch wunderschöne Dinge werkelt, ist nur ein weiterer Grund, bei ihr mitzulesen.


Nun aber los, Fragen beantworten, die tatsächlich in weiten Teilen den Themen Handarbeit und Fandom treu bleiben.

1. Welche Handarbeitstechnik möchtest du gerne noch lernen?
Tatsächlich kann ich immer noch nicht (wirklich) stricken, was eine Schande ist. Es gibt so viele wunderschöne Strickmuster, zum Beispiel von Octostag. Bis ich es irgendwann mal richtig lerne, muss ich weiterhin Tauschgeschäfte abschließen. Das wiederum hat den Vorteil, dass man mit Begeisterung für andere werkeln kann - und kein Zubehör für diverse Techniken herumliegen hat.


2. Wie kamst du zum Nähen und Handarbeiten?
La familia - die meisten meiner weiblichen Verwandten hängen oder hingen an irgendeiner Nadel, ich bin von klein auf mit handgestrickten Socken versorgt worden und weiß daher, dass es nichts besseres gibt.
Tatsächlich gab es dann aber eine mehrjährige Pause, in der ich nicht selbst gewerkelt habe. Dann stieß ich auf Natron & Soda und häufe seitdem Stoffe und Zubehör an. Dass ich wenig Kleidung und umso mehr Hexagonpatchwork nähe, verdanke ich der Community. Und einen ganzen Haufen anderes ebenfalls.

3. Hat sich dein Kaufverhalten bei Kleidung verändert, seitdem du selber mit Stoff und Faden hantierst?
Wie gesagt nähe ich nur selten Kleidung, auch wenn ich mir immer wieder vornehme, das zu ändern. Nichtsdestotrotz zetere ich beim Einkaufen laut über verpfuschte Nähte und verdrehte Tops. Allerdings könnte das Selbstnähen Einfluss darauf gehabt haben, dass ich mittlerweile hauptsächlich 2nd Hand kaufe. Der Material- und Arbeitsaufwand ist mir dadurch definitiv bewusst geworden. Außerdem bin ich durch das Hobby auf Leute gestoßen, die sich sehr intensiv mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen - und zu dem Thema gibt es bei Klamotten nun mal sehr viel zu sagen.

Nordiska Museet, Stockholm.
4. Hast du Vorbilder? Wenn ja, welche oder wenn nicht, weswegen?
In Handarbeitshinsicht ist das definitiv Netti. Nicht nur, weil sie allgemeinmitgeholfen hat, mich an dieses Hobby zu binden, sondern weil ihre Arbeitsweise mich motiviert, nicht immer alles nur hinzuschludern, sondern tatsächlich auch mal die inneren Werte von Handarbeitsprojekten zu berücksichtigen (Stichwort "innenschön").

Amanda Palmer, ich erwähnte es hier bereits, ist für mich definitiv ein Vorbild in Sachen über den eigenen Schatten springen und authentisch zu sein, auch wenn es mal schwer fällt.

Ein anderer Mensch, dessen Einstellung zum Leben mir viel gibt, ist mein Opa. Wenn er von lebensgefährlichen Verletzungen und Kriegsgefangenschaft, kann einem Angst und Bange werden. Und trotzdem: Er schafft es, bei jeder Geschichte einen positiven Aspekt zu finden - irgendwo gab es immer hilfsbereite Menschen, ein bisschen Hoffnung. Ich bewundere das unheimlich.

5. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?
Neverwhere von Neil Gaiman. Davor las ich American Gods und als nächstes wird Anansi Boys verschlungen. Außerdem habe ich gerade Lust, nach Stardust auch Coraline zu sehen. Ich habe wohl gerade eine ausgeprägte Gaiman-Phase. (Er ist ja aber auch toll.)



6. Worüber hast du dich im Laufe des Tages gefreut?
Als ich heute Vormittag im Stadtpark laufen war, schien zum ersten Mal seit längerem die Sonne. Es war noch ein kleines bisschen neblig, die bunten Blätter leuchteten an den Bäumen und machten patschende Geräusche unter meinen Füßen. Mein mp3-Player spielte Amanda Palmer.

7. Worauf bist du stolz?
Ich bringe Dinge zu Ende. Manche dauern ein bisschen länger als angenommen, aber sie werden abgeschlossen. Und zwar gut!
Ein Beispiel dafür ist mein grün-weißer Quilt, an dem ich im Sommer nach mehreren Jahren die letzten Stiche nähte.

My beloved monster.
8. Was überrascht andere Menschen an dir?
Üblicherweise wird mir nicht geglaubt, dass ich schüchtern sei. Gleichzeitig sind Menschen irritiert, wenn ich dreckig lache oder freundlich lächelnd darauf hinweise, dass cleaner Gesang gegen Growlen abstinkt.

9. Feierst du Halloween?
Nein, üblicherweise nicht. Aber ich hab's allgemein nicht so mit Feiertagen.

10. Würdest du gerne eine Weile in der Welt eines deiner Lieblingsbücher oder -serien verbringen? Welche wäre das aus welchen Gründen?
Ja! Wenn ich könnte, säße ich schon morgen Vormittag im Hogwarts-Express. Ich würde Kürbissaft trinken und Kesselkuchen essen, Schokofroschkarten tauschen und an Zuckerfederhaltern nuckeln.
Selbstverständlich nachdem ich in der Winkelgasse einkaufen war, mich ein Zauberstab ausgesucht hat und ich mit neuen Schulroben und einer Eule auf der Schulter durch die Bücher bei Flourish and Blott's gestöbert habe.
Ich will wissen, in welches Haus ich tatsächlich kommen würde, Eulenpost bekommen und Schildkräten in Teekannen verwandeln. Ich möchte den Raum der Wünsche aufsuchen, den Riesenkraken am Tentakel kitzeln und herausfinden, wie mein Patronus aussieht.


 
Auch wenn irrlichts Plan, Mittelerde zu besuchen, natürlich auch seinen Reiz hat. Ich würde gerne die Ents in Fangorn sehen und nachschauen, was nach dem dritten Zeitalter aus Ithilien geworden ist.

11.  Freust du dich auf den Winter und die Weihnachtszeit?
Eher auf den Winter als auf Weihnachten. Prinzipiell hätte ich allerdings lieber mehr Herbst. Ich mag, dass es schon kühl genug ist für Schals und Stulpen, warmen Tee und Spekulatius, aber dass die Welt trotzdem noch voller bunter Blätter ist und die Sonne einem warm ins Gesicht scheint.
Es sei denn, es gibt genug Schnee, um eine lebensgroße Schneefrau zu bauen. Dann bin ich dabei!

Naantali, Finnland

Sonntag, 18. Oktober 2015

Stardust

In der vergangenen Woche hat sich einiges getan in Sachen Sternenhimmel: Ich habe das Patchwork beendet, aus den Einzelteilen wurde ein Rechteck.

This blanket is ready to quilt!
Außerdem habe ich das Innenleben besorgt, eine Fleecedecke. In erster Linie, weil sie günstig ist und diese Decke nicht so fluffig werden muss, wie mein grün-weißes Monster. Ein hübscher Rückseitenstoff fehlt mir noch, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass mir auch ein solcher demnächst zulaufen wird.

I love this raw but tidy look on the back of the hexagons.
Nachdem ich die Papierschablonen herausgenommen hatte, habe ich wieder einmal auch die Rückseite fotografiert. Ich mag diesen Moment am allerliebsten. Nicht nur, weil einem spätestens da die Hexagonstückelei ziemlich auf den Zeiger geht, sondern auch, weil die Struktur der Rückseite so hübsch ist.

Im Überschwang habe ich direkt im Anschluss damit begonnen, lila Blüten für ein kleines Zwischenprojekt zu nähen, über das sich irgendwann eine lila-begeisterte Freundin freuen kann:

A pillow case to be.
Dadurch, dass die Hexagone deutlich größer sind als bei meinem eigenen Quilt, kommt man viel schneller auf eine Größe, die für Kissenhüllen angemessen ist. So ein Luxus!

Der Titel dieses Posts ist nicht nur ein fröhliches Durchgehen sämtlicher sternenbezogener Begriffe, dir mir einfallen (freut euch auf viel mehr Flachwitze, wenn ich den lila Sternenquilt für mich beginne!). In diesem Fall ist "Stardust" tatsächlich eine Filmempfehlung - eine Verfilmung des gleichnämigen Romans von Neil Gaiman. Meiner Meinung nach wurde der Witz Gaimans wunderbar in das andere Medium übertragen. Ich will gar nicht viele Worte verlieren und habe stattdessen den Trailer verlinkt:


Böse Hexen, Luftschiffpiraten, Zombie-Prinzen... oh, und ein trotteliger, aber liebenswerter Held. Was will man mehr?

During the last week, I finished the patchwork. Now the stary sky is ready to quilt! I already bought the fleece blanket I want to use for the middle part as it is cheap and still nice to use. 
After finishing the top, I took a picture of the backside as I love how it looks like: all raw and fraying yet somewhat tidy. And, of course, it is great to see the paperless top, as one is totally annoyed of piecing hexis together at this point.

Nevertheless, I already started to piece some flowers for a little side project for a friend who likes purple a lot. Maybe, I'll finish this before starting my own star quilt.

Apropos stars - "Stardust" is not just me trying to come up with as many star-related titles as possible, but a movie recommendation."Stardust" is the movie to Neil Gaiman's novel of the same name and happens to be one of my favorite movies. There are evil witches, airship pirates, zombie princes... oh, and a foolish yet adorable hero. Can you possibly ask for more?

Sonntag, 11. Oktober 2015

Hexagon my world

Fräulein B. hat vor einigen Tagen ein Update zu ihrem wunderhübschen Hexagon-Projekt gezeigt. Das hat mich nicht nur daran erinnert, dass ich endlich mal das weiß-grüne Monster zeigen sollte, das seit Juni fertig ist, sondern auch motiviert, euch meine neueste Schandtat in Sachen Sechsecke zu zeigen.

Even the basting thread fits in the colour scheme!

Vor einigen Monaten verabredete ich mit einer Nähkromantin einen Tausch: ein von ihr gestrickter Eulenpulli gegen eine von mir genähte Hexagon-Decke (ja, mir ist bewusst, dass das Irrsinn ist). Schwarz, blau und lila waren die gewünschten Farben - ein Nachthimmel.

Two seams and some hexagons to the edges to go!

Ich hatte den Celestial-Quilt von Urban Threads im Kopf, als ich anfing, Stoffe zu sammeln. Allerdings verbot sie mir, das gute Stück am Ende auch noch zu besticken. Meine geistige Gesundheit wird es mir danken, wenn ich nur auf meine übliche Art und Weise quilte und ein paar kontrastfarbene Nähte verteile.

I had much fun, looking for matching colours.
Wie üblich habe ich einige lila Hexagone übrig. Bei ausnein habe ich am vergangenen Wochenende zusätzlich diverse lila Reststoffe ihres Spektralquilts abgestaubt. Jetzt denke ich über einen schwarz-lila Quilt für mich selbst nach. Mit Sternen, wie hier.

A couple of months ago, I agreed to swap a owl pullover for a small hexagon quilt. My friend decided to go for black, blue and purple and I had a lot of fun to look for matching nuances. Now I'm nearly done with the top, but there are a lot of hexagons and purple fabrics left and I think about sewing my own black-and-purple star quilt.

Mittwoch, 26. August 2015

[Mittwochs Mag Ich] Niemals ohne Nadel und Faden!

Hui, ist der letzte Post lange her! Euer Daumendrücken für's Ragnarock hat übrigens funktioniert, es hat nicht die ganze Zeit geregnet - und meistens nur während ich im Merchandise-Zelt arbeitete. Und nach dem Ragnarock folgte direkt mein nächster Umzug und dann kurz darauf mit dem Summerbreeze auch das nächste Festival. Puh!
Jetzt freue ich mich, dass ich mit neuen Ohrwürmern, Bekanntschaften mit spannenden Menschen und Erfahrungen langsam in meinem neuesten Zuhause an- und zur Ruhe komme. Wo ich allerdings kein Internet habe, weshalb ich diese Zeilen in der Bibliothek tippe.


Weil meine Handykamera unter Festivalbedingungen keine allzu grandiosen Fotos macht, verschone ich euch damit und möchte nur ein einziges zeigen:

Oops, it's been a while since my last post! But after Ragnarock (thanks for crossing your fingers - it didn't rain all the time, so I guess it worked) came my latest moving to yet another flat and shortly after Summerbreeze, the next festival. Now I'm happy to arrive and calm down in my new home, where I happen to have no internet access which is why I type this in the library.

As my phone cam makes only crappy pictures unter festival conditions, I'll just show you that one:   
How to sew while enjoying a concert: S. is an awesome student!
Ich traf S. als Teil der Ragnarock-Crew. Wir sprachen über Kutten - die mit (Band-) Patches gepflasterten Jacken und Westen, die man auf Festivals so häufig sieht, dass ich nun auch dringend eine haben möchte. Auf Pinterest habe ich sogar ein Projekt-Board erstellt, auf dem ich Bands und Details sammle. S. erzählte mir, dass er neben der passenden Weste auch bereits Patches aus zehn Jahren Sammelleidenschaft habe, aber nicht wisse, wie man näht.
Selbstverständlich war ich nicht ohne Nähzeug (und Hexagone) am Start - ihr steht das Kästchen rechts auf der Bank, zwischen Bier und Tasche. Schwarzen Zwirn und eine eine Leichter-einfädeln-Nadel besorgten wir uns von weiteren Crew-Mitgliedern und los ging's! Ab diesem Zeitpunkt war er nur noch nähend anzutreffen - die Weste auf dem Schoß, Patches platzierend und leise fluchend, wenn der Faden nicht tat, was er sollte.
Sein Feuereifer und seine Freude beim Nähenlernen bringen mich noch vier Wochen später zum Lächeln - und deshalb teile ich dieses Bild bei Mittwochs Mag Ich mit euch.

Habt ihr schonmal jemandem das Nähen beigebracht?

S. was member of the Ragnarock crew, too. We talked about jackets and waistcoats covered in (band) patches - I don't know if there is a word for it in English. In German, we call them "Kutte". As you see loads of them at festivals, I finally feel the need to get one myself and started a project board on Pinterest to plan the bands and other details I need. S. told me that he already owned the perfect waistcoat and also a lot of patches he has collected for ten years but didn't know how to sew.
Of course I didn't leave Bamberg without a sewing kit (and hexagons), so I decided to teach him after my shift, sitting in front of the tent, listening to a metal core band. Black thread and a new needle with a split eye for easier threading were given to us by other rew members. S. didn't stop sewing afterwards - whenever I saw him, he sat there, waiscoat on his lap, pinning patches in place, cursing under his breath, smiling happily. 
His eagerness and joy still make me smile although it was four weeks ago. That's why I share this story with you at Mittwochs Mag Ich.

Did you ever teach someone how to sew?

Sonntag, 26. Juli 2015

[Review] The Art of Asking

My favorite part.
"When you accept somebody's offer for help, whether it's in the form of food, crash space, money, or love, you have to trust the help offered. You can't accept things halfway and walk through the door with your guard up."

Als Kind war ich schüchtern. Tief im Inneren bin ich das noch immer, aber wenn ich das neuen Freunden erzähle, lachen sie mich aus: "Ja nee, is klar." Die vergangenen zwanzig Jahre habe ich hart daran gearbeitet, meine Schüchternheit wenigstens nicht mehr zu zeigen, wenn sie mich überfällt.

Ich springe über Schüchternheitsschatten, wann immer ich kann: Ich reise mit Mitfahrgelegenheiten und übernachte in Airbnb-Wohnungen. Ich besuche Online-Bekanntschaften aus meinem Nähforum, die ich vorher noch nie getroffen habe.Und immer wieder stelle ich dabei fest: Es ist großartig. Nicht nur, weil ich dadurch immer wieder merke, dass man mit fast allen Menschen ein Gesprächsthema findet. Sondern auch, weil es dadurch jedes Mal einfacher wieder, auf diese neuen Menschen zuzugehen.

I was a very shy child. Deep inside, I'm still shy, but not even my friends believe me. I worked hard for twenty years, at least not to show it.

I try to leave my comfort zone: I travel by shared cars and Airbnb appartements. I visit online friends from my sewing forum who I've never met before. And usually I realize: It's awesome! Not only because I find something to talk with everyone. But also because it gets easier every time to approach new people. 
  
I love the fact that she's painted white and holding a flower like in her days as The Bride.
Beim Offen-auf-andere-Menschen-zugehen finde ich Amanda Palmer unheimlich inspirierend. Amanda Palmer ist nicht nur meine Lieblingssängerin, TED-Talkerin und erste Musikerin, die mit Kickstarter mehr als eine Million Dollar gesammelt hat (als sie nach 100.000 Dollar fragte), sondern auch Autorin von "The Art of Asking". Dieses Buch wollte ich schon sehr lange lesen, bin aber mehrere Monate nicht dazu gekommen.

Der Grund für mein Fangirlie-Dasein ist, dass Amanda Palmer in ihren Blog- und Facebookposts immer absolut furchtlos wirkt. Sei es in Sachen exzentrische Optik oder wenn es darum geht, persönliche Details zu veröffentlichen. Darin wirkte sie immer so anders als ich. Bis ich ihr Buch gelesen habe. Während der Lektüre habe ich festgestellt, dass sie gar nicht so sehr anders ist - auch Amanda Palmer hat Selbstzweifel und eine gehörige Portion Angst davor, was andere von ihr denken (könnten). Das hat meine Begeisterung aber nicht zerstört. Im Gegenteil. Der entscheidende Punkt ist: Sie vertraut ihren Fans und der Internetöffentlichkeit trotz ihrer Verletzlichkeit. Und: Wenn sie das kann, können andere Menschen (und damit meine ich mich) das auch.

When it comes to approaching people openly, Amanda Palmer is immensely inspiring for me. She is not only my favourite singer, TED talker and first musician ever to rise more than $ 1.000.000 (when asking for $ 100.000), but also author of "The Art of Asking". I wanted to read this book the moment, it was published, but it took me a little longer.

The reason for my fangirling is how fearless she appears in her blog and facebook posts. She always seemed so different from me, looking eccentrically or publishing really personal details. Reading her book, I realized that she isn't that different. Amanda Palmer does have self-doubts and a big enough fear of what others (might) think of her. This didn't destroy my enthusiasm for her in the slightest. The thin is: She trusts her fans and the public despite her vulnerability. And: if she is able to, others (that is: I) can make it, too.

A great place to read. I have to leave it soon, though.
"The Art of Asking" handelt in weiten Teilen von Amandas Zeit als Lebende Statue, ihren Anfängen als Musikerin und ihrem legendär erfolgreichen Kickstarter-Projekt und ihrer Ehe mit Neil Gaiman, welcher ebenfalls zu meinen Lieblingsautoren gehört. Dabei hält der Erzählstrang sich nicht immer an die Chronologie, er springt teilweise von Anekdote zu Anekdote, von Person zu Person. Nicht immer ist dabei eindeutig, wohin das führen soll und häufig handelt es sich um Dialoge ohne Kontextinformationen. Das ist manchmal ein bisschen anstrengend.

Allerdings wirkt dadurch auch alles sehr echt - authentisch wie ein Gespräch unter Freunden. Mir hat das dabei geholfen, mich emotional auf das Buch einzulassen. Ich habe laut gelacht (in einem Zug, mit Leuten drumherum) und heftig geweint (glücklicherweise allein). Wer mich schon ein Weilchen kennt, weiß, dass heftige Gefühle bei mir nicht ungewöhnlich sind. Wenn ich über Büchern oder im Kino nicht kichere und keine Tränen vergieße, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es mich schlicht langweilt und kalt lässt.

Auf ihrer Homepage ich habe nun gesehen, dass "The Art of Asking" auch als Hörbuch existiert, gesprochen von Amanda Palmer selbst. Dreimal dürft ihr raten, was jetzt ganz oben auf meinem Wunschzettel steht.

Welches Buch wollt ihr unbedingt als nächstes lesen?

"The Art of Asking" is about Amanda's time as Living Statue, the beginning of her being a musician, her legendary kickstarter project but also her marriage with Neil Gaiman who happens to be one of my favourite authors. The story is not always chronological, but tends to jump from person to anecdote. Sometimes there are dialogues without context. Besides being not my preferred style, this makes it very authentic, like talking to a good friend. It helped me opening emotionally to the book - I laughed and cried pretty hard which is usually a great sign.

Now, I saw that there exists an audio book, read by Amanda herself. Guess what I'd like to have for Christmas.

Which book to you want to read next?
 
"I am exactly the person that I want to be!"

Sonntag, 19. Juli 2015

[7 Sachen] mit vielen Notizen

Es ist Sonntag, ich bin zu Hause, ich habe sieben Sachen mit meinen Händen getan - deswegen schubse ich diesen Post zu Anita von GrinseStern. Dort könnt ihr auch gucken, was andere heute so getrieben haben.

It's Sunday, I'm at home, I did seven things with my hands - thus, I link this post to GrinseStern, where you can take a look on the Sundays of other people.
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Turning pages and taking notes for university.
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Breakfast - this time I tried not to mix it so much before taking the pic. Doesn't it look like a sun?
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Taking notes for future projects.
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Washing clothes that I will need tomorrow.
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Clicking through blogs, realizing that I understand Norwegian! A bit, at least. That's so, so awesome!
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Late lunch: a salad made of feta and corn. It's too warm to cook!
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Pinning lace in hotpants - I want to wear these next week!
Sobald ich diesen Post abgeschickt habe, werde ich mit dem Unilesestoff fortfahren und anschließend die Hotpants fertig nähen (natürlich von Hand). Außerdem muss ich noch versuchen, Gepäck für eine ganze Woche in einen einzigen Rucksack zu quetschen - ich werde eine Freundin in Gießen besuchen und mit ihr zusammen auf's Ragnarock fahren. Drückt ihr mir die Daumen, dass es nicht die ganze Zeit regnet?

The moment, I've posted this, I will return to my university books and finish the hotpants afterwards (by hand). I'll also try to fit luggage for one week into one rucksack as I'll visit a friend in Gießen and the Ragnarock Festival. Will you keep your fingers crossed for sunny weather?

Montag, 13. Juli 2015

Daisy ist krank.

My sewing machine Daisy is ill.
Nachdem ich eine Weile wenig Zeit an Daisy verbracht hatte, habe ich es in den letzten Tagen wohl übertrieben: Die Stange, an der Füßchen und Nadel befestigt sind, löste sich und hängt nun so tief, dass die Nadel nicht mehr aus dem unteren Teil herauskommt.
Ich muss sie zum Nähmaschinenarzt bringen...

After spending no time at all with Daisy, I kind of pushed it too hard in the last days. The part that holds the needle, loosened and you can't bring the needle up now.
I have to bring her to the sewing machine doctor...

Samstag, 27. Juni 2015

Überwuchert

Wenn man mit der Linie 71 zum Wiener Zentralfriedhof fährt und am Ersten Tor aussteigt, fühlt man sich im ersten Moment wie aus der Zeit gefallen. Die Wege im alten jüdischen Teil sind zugewuchert, die Grabsteine lehnen schief in unterschiedliche Richtungen und Grabplatten sind gesplittert. Wenn man vom Hauptweg abweicht und ein paar Mal abbiegt, kann man wohl für ein paar Stunden zwischen
den Bäumen und Gräbern verloren gehen.

When one takes the Tram No 71 to the central cemetery and gets out at the first gate, one feels like falling out of time. The alleyways in the old Jewish part are overgrown, gravestones lean to each other and tomb slabs are broken. If one leaves the main road and turns a couple of times, one may be lost for hours between trees and tombs.



Leider hatten wir keine Zeit, um verloren zu gehen; es war bereits Abend und der Friedhof schloss nach nicht allzu langer Zeit, so dass ich nur ein paar Eindrücke festhalten konnte. 
Ich bin ein großer Fan von Figuren auf Gräbern und auf dem Zentralfriedhof begegnen einem viele davon. Verschleierte Frauen, Feen, Türsteherinnen und Trauernde in grotesk verdrehten Posen waren nur ein Bruchteil.

Unfortunately, we didn't have enough time to get lost; it was evening already and the cemetery closed its gates soon after our arrival, so I could only take a couple of pictures.
I'm a huge fan of statues on graves and the central cemetery offers a lot of them. Veiled women, fairies, doorwomen and grieving ladies in grotesque poses were only a small portion.


Aber selbst Gräber ohne humanoide Zierde haben ihren ganz eigenen Charme: Die bunten Dachziegel auf diesem hier sind nicht zufällig dem Dach des Stephansdoms ähnlich. Vielmehr sind dort Mitglieder  des Wiener Domcapitels bestattet.

But even the graves without humanoid decor are charming: The colourful tiles on this one aren't by chance looking like the roof of the cathedral. Deceased members of Vienna's cathedral chapter are burried there. 


Denjenigen unter euch, die möglichst schnell möglichst viel vom Friedhof sehen möchten, sei gesagt, dass er so groß ist, dass ein Bus auf ihm herumfährt. Ich für meinen Teil werde aber beim nächsten Mal tatsächlich abseits der Wege herumspazieren.

For those of you who want to see as much as possible in no time, there is a bus line going around on the cemetery as it is really big. However I will walk around far away of the streets, the next time, I'll be there.